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Zu wenig Schulkinder

Die Folgen des Bürgerkriegs, der zwar schon lange zu Ende ist, bekommen die Kinder in der Schule auch heute noch zu spüren. So unterrichten immer noch zu wenige gut ausgebildete Lehrer. 

Doch es gibt auch Fortschritte, denn ab 2017 sollen alle Kinder eine Grundschule besuchen. 2018 waren es immerhin 85 von 100 Kindern, die die Chance hatten, in eine solche Schule zu gehen. Auch gibt es mittlerweile eine Schulpflicht in Angola. Was sich bei den Grundschulen bessert, entwickelt sich bei den weiterführenden Schulen, den Sekundarschulen, langsamer. Nur etwa die Hälfte der Kinder, die in die Grundschule gingen, besuchen später die Sekundarstufe. Dabei besteht außerdem ein deutlicher Unterschied zwischen Jungen und Mädchen, letztere besuchen viel seltener weiterführende Schulen. 

Obwohl es Universitäten im Land gibt, werden diese noch recht wenig besucht. Die Zahl der Bewerber ist immer höher als die Plätze, die am Ende vergeben werden. Nur 10 von 100 Kindern, die die Schule in Angola besucht haben, studieren später an den Universitäten und Hochschulen des Landes.

Nachteile für Mädchen

Vor allem die Mädchen haben immer noch Nachteile zu spüren. So gehen weniger Mädchen auf weiterführende Schulen als Jungen. Seit 2004 hat die Regierung bzw. das Ministerium für Bildung mit einer "Bildungsoffensive" begonnen. Man versucht also, die Situation zu verbessern.

Es sollen mehr Lehrer ausgebildet, bessere Schulen gebaut und die Klassen verkleinert werden. Doch trotz einiger Verbesserungen brechen immer noch zu viele Kinder die Schule in Angola vorzeitig ab. Es wird immer noch mehr Geld zum Beispiel in den Militärhaushalt als in die Bildung der Kinder gesteckt.

In den Schulen ist das Tragen einer Schuluniform für die Kinder Pflicht. Unterrichtet wird dann meist in der Landessprache und das ist in Angola Portugiesisch. Angola war für eine sehr lange Zeit eine portugiesische Kolonie und das bekommen die Menschen auch heute noch in ihrem Alltag zu spüren.

Arbeit statt Schule

Kinder in Angola müssen oft arbeiten und ihre Eltern unterstützen. Das ist leider in den meisten afrikanischen Ländern so. Mehr als ein Viertel aller Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren arbeiten in Angola.

letzte Aktualisierung am 09.01.2026