Burundi
Stadt und Land
Die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind in Burundi groß. In den Städten gibt es Menschen, die mehr Geld verdienen und deren Lebensverhältnisse besser sind als die der Menschen, die auf dem Land in Armut leben.
Man spricht hier von einer Mittel- und einer Oberschicht, die meist in der Hauptstadt Bujumbura zu finden sind. Diese Leute haben oft Arbeit in der Verwaltung, der Wirtschaft oder auch dem Militär. Doch leben mehr Menschen auf dem Land als in der Stadt. Hier sind viele auch von Not und Hunger bedroht und kämpfen ums tägliche Überleben.
Verkehr
Die Straßen in Burundi sind sehr schlecht ausgebaut. Auch die Fahrzeuge sehen oftmals nicht verkehrssicher aus. Busse sind meist voll besetzt und auch nicht immer sehr vertrauenswürdig. Doch da die wenigsten Menschen über ein eigenes Auto verfügen, sind sie auf dieses öffentliche Fortbewegungsmittel angewiesen, wollen sie einmal eine längere Strecke zurücklegen.
Gefahren in Burundi
Burundi ist gefährlich. Wer herumreist, hat oft Leute zum Schutz dabei, um nicht überfallen zu werden. Die häufigsten Verbrechen in Burundi sind Diebstahl, Raub, Einbruch und Gewaltverbrechen, aber auch Korruption. Dabei ist die Kriminalität geprägt von der wirtschaftlichen Not im Land, politischer Instabilität und schwachen Institutionen.
Eine weitere Gefahr sind die Radfahrer in Burundi. Sie fahren zu schnell, sie fahren meistens mit viel zu großen Lasten und sie fahren mit Fahrrädern, die man bei uns als "nicht verkehrstauglich" sofort aus dem Straßenverkehr ziehen würde. Auf dem Gepäckträger wird so einiges untergebracht, von Bananenstauden über Mitfahrenden bis hin zu Waren.
Tradition
In Burundi ist es ein Zeichen von Bedeutung und Reichtum, Kühe zu besitzen. Auch darf man in Burundi keine Eidechsen töten. Neben Kühen werden in Burundi auch Bäume verehrt.
Hochzeiten
Hochzeiten sind in Burundi von großer Bedeutung und werden traditionell gefeiert. Viele Menschen heiraten auch in der Kirche, da ja die meisten christlichen Glauben sind. Zuvor feiert man ein großes Fest und überreicht eine Kuh, die ist ein Symbol und steht für Glück und auch Fruchtbarkeit. Es wird ausgiebig gefeiert und so eine Hochzeit kann ziemlich teuer werden. Manche Brautleute verschulden sich sogar deshalb.
Auch wenn Hochzeiten eigentlich als ein schönes Ereignis gelten, haben sie in Burundi auch eine tragische Seite, denn fast die Hälfte der Mädchen in Burundi werden vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet, einige sogar vor dem 15. Lebensjahr. Das hat häufig wirtschaftliche Gründe. Auch traditionelle und kulturelle Normen können eine Rolle spielen. Kinderheirat führt zu eingeschränkten Lebensperspektiven und gesundheitlichen Risiken für diese Mädchen, die häufig auch häuslicher Gewalt und Isolation ausgesetzt sind.