Dschibuti
Mehr arm als reich
Armut und Reichtum liegen in Dschibuti nah beieinander. So entstehen auf der einen Seite Erdölraffinieren amerikanischer Investoren und auf der anderen Seite gibt es die Hütten der Bewohner, die nicht einmal einen Wasseranschluss besitzen. Überhaupt ist sauberes Wasser und vor allem Süßwasser ein großes Problem in diesem heißen Wüstenland, in dem die Temperaturen auch mal mehr als 50 Grad auf dem Thermometer erreichen. Rund 75 von 100 Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, aber besonders in ländlichen Gegenden ist dieser Zugang oft eingeschränkt.
Die Ursache für die Wasserknappheit ist auch das trockene Klima, das immer wieder zu Dürren führt und die Ernten der Bauern zerstört und auch die Viehherden tötet. Im Jahr 2001 kam es zu einer der größten Dürrekatastrophen in der Region, die auch Dschibuti betraf. Etwa 20 von 100 Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze.
Die meisten Menschen leben in den Städten Dschibutis, weil sie auf dem Land nichts mehr verdienen. So setzen sie große Hoffnung darauf, in der Stadt eine Arbeit zu finden und werden hierbei oft herb enttäuscht. Viele Menschen sind in den Städten arbeitslos und davon ist ein großer Teil auch noch sehr jung.
Viele Menschen schlagen sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Sie arbeiten nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich, eben wenn es sich so ergibt. Oftmals muss eine Familie nicht nur die eigenen Kinder ernähren, sondern auch die Kinder von Verwandten, die gestorben sind.





