Dschibuti
Wer lebt in Dschibuti?
Etwa 1,05 Millionen Menschen leben in Dschibuti. Rund 60 von 100 Einwohnern gehören zu der Volksgruppe der Somali, 35 von 100 sind Afar. Somali leben vor allem im Süden des Landes, Afar im Norden und Westen. Während die Somali eher als Bauern leben, ziehen die Afar mit ihren Viehherden als Nomaden umher. Die Afar sprechen Kuschitisch. Zwischen den beiden Volksgruppen kann es auch schon einmal Spannungen geben. Die Afar, die am Assalsee leben, finden ihr Einkommen auch durch den Salzhandel.
Neben diesen beiden Hauptgruppen gibt es auch kleinere Gemeinschaften von Franzosen, Arabern sowie Einwanderern aus den Nachbarländern Äthiopien und Somalia. Viele Somali aus Somalia fliehen aufgrund anhaltender Konflikte in ihrem Land nach Dschibuti, sodass Migranten aus den Nachbarstaaten einen bedeutenden Anteil an der Bevölkerung ausmachen.
Woran glauben die Menschen in Dschibuti?
Die meisten Menschen - 95 von 100 - sind sunnitische Muslime. Angehörige anderer Religion werden in Dschibuti nicht verfolgt und können ihre Religion frei ausüben. In städtischen Gebieten und unter Minderheiten im Land, wie Europäern oder anderen Einwanderern, gibt es auch Menschen, die sich dem Christentum zugehörig fühlen. Das sind aber nur etwa 2 von 100 Menschen. Weitere Religionen und Glaubensformen sind nur in sehr kleinem Umfang vorhanden.
Wie und wo leben die Menschen in Dschibuti?
Viele Menschen wohnen mittlerweile in den Städten. Etwa 75 von 100 Einwohnern sind Stadtbewohner. In den Städten leben einige Menschen in Armenvierteln, den sogenannten Slums. Ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist sehr hoch im Land. Insgesamt arbeiten von 100 Bewohnern Dschibutis etwa 25 nicht. Das liegt häufig daran, dass sie keine Arbeit finden. Ein großer Teil der Bevölkerung Dschibutis ist sehr arm, etwa 28 von 100 leben unterhalb der Armutsgrenze.



