Malawi
Armes Land
Rund 70 von 100 Menschen in Malawi leben unter der internationalen Armutsgrenze. Die Weltbank verwendet inzwischen meist die Grenze von 2,15 US-Dollar pro Tag. Das ist sehr wenig Geld. Die meisten Menschen leben auf dem Land – etwa 80 von 100 Einwohnern. Nur rund 20 von 100 Menschen wohnen in Städten. In der Stadt zu leben ist meist teurer als auf dem Land. Auf dem Land versorgen sich viele Familien zumindest teilweise selbst und leben von dem, was sie anbauen. In der Stadt brauchen sie dagegen Geld, um Lebensmittel, Miete und andere wichtige Dinge bezahlen zu können.
Viele Menschen leben auf dem Land
Neun von zehn Menschen arbeiten in der Landwirtschaft und bauen Mais an. Oft arbeiten sie auf den Tabakplantagen. Der Tabak wird dann ins Ausland verkauft. Auch Kinder müssen arbeiten. Entweder gehen die Kinder zum Betteln oder sie müssen auf den Tabakplantagen arbeiten.
Aidswaisen in Malawi
In Malawi sind viele Kinder mangelernährt. Aktuelle Daten zeigen, dass etwa 35 bis 37 von 100 Kindern unter fünf Jahren chronisch mangelernährt sind (zum Beispiel durch Wachstumsverzögerungen). Die Kindersterblichkeit ist in den letzten Jahren gesunken, bleibt aber hoch. Heute sterben etwa 38 von 1000 Kindern unter fünf Jahren.
Die Zahl der Kinder, die ohne Eltern oder mit nur einem Elternteil aufwachsen, ist weiterhin sehr hoch. In Malawi wachsen mehr als eine Million Kinder ohne einen oder beide Elternteile auf. Darunter befinden sich mehrere hunderttausend Kinder, deren Eltern an HIV/Aids gestorben sind. Die Zahl sinkt langsam, weil mehr Menschen Zugang zu medizinischer Behandlung bekommen.
