Mosambiks Flagge Mosambik

Die Armenviertel

Viele Kinder leben in den Armenvierteln von Beira oder Maputo, den großen Städten des Landes. Dort wohnen sie oft in einfachen Hütten, die ihre Eltern aus Steinen, Holzresten und Plastikteilen gebaut haben. Richtige Toiletten gibt es dort häufig nicht, oft nur einfache Latrinen. Einen funktionierenden Abwasseranschluss haben viele dieser Siedlungen nicht. Der Geruch und die hygienischen Bedingungen sind besonders in dicht besiedelten Vierteln schwierig.

Wenn es stark regnet oder ein Wirbelsturm das Land trifft, werden ganze Stadtteile überschwemmt. Besonders die Küstenstadt Beira ist davon immer wieder betroffen. Das Wasser ist dann oft verschmutzt und mit Bakterien belastet. Unter solchen Bedingungen werden viele Kinder krank. Trotzdem spielen sie dort, weil es kaum sichere Alternativen gibt.

Auch in den letzten Jahren kam es immer wieder zu Cholera-Ausbrüchen, besonders nach schweren Überschwemmungen, zum Beispiel 2019 nach dem Zyklon Idai und erneut 2023. Cholera ist eine schwere Durchfallerkrankung, die durch verunreinigtes Wasser übertragen wird. Dank Impfkampagnen und internationaler Hilfe konnten größere Ausbreitungen zuletzt jedoch schneller eingedämmt werden als früher.

Kinder werden auch entführt

In Mosambik werden Kinder oft missbraucht und leiden unter Gewalt. Einige Kinder werden entführt, und in seltenen Fällen verkaufen auch Eltern ihre Kinder aus extremer Not. Häufig wissen die Kinder nicht, was mit ihnen geschieht. Es gibt jedoch Organisationen und Hilfsprogramme, die versuchen, den betroffenen Kindern zu helfen und sie zu schützen.

Immer mehr Kinder leben auf der Straße. Besonders Straßenkinder sind gefährdet, Opfer von Entführung, Ausbeutung oder Zwangsarbeit zu werden. Für sie ist es sehr schwer, wieder ein sicheres Leben zu führen. Selbst wenn Hilfe angeboten wird, ziehen manche Kinder weiterhin ein Leben auf den Straßen oder auf Müllkippen vor, weil sie dort vermeintliche Freiheit oder Unabhängigkeit erleben.

Maputo als moderne Großstadt

Maputo liegt an der Südküste von Mosambik und ist eine wichtige Hafenstadt. Hier mündet der Fluss Maputo in den Indischen Ozean. Die Stadt wächst sehr schnell: Die Einwohnerzahl liegt derzeit bei etwa 2,3 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Wenn du diese Zeilen liest, könnte es schon noch mehr sein.

Die Portugiesen hatten hier einst eine Festung errichtet und die Stadt geometrisch geplant. Im Stadtzentrum wohnen überwiegend wohlhabendere Menschen, in Gebäuden aus Zement und Stein. Oft spricht man auch von der „Zementstadt“. Die ärmere Bevölkerung lebt in den Randgebieten. Ihre Häuser bestehen meist aus Stroh, Holzresten oder Wellblech, deshalb wird dieser Teil der Stadt als „Strohstadt“ bezeichnet.

17 Fußballfelder Müll

Plastik, Papier, Dosen und Flaschen werden von den armen Bewohnern gesucht, um wieder verkauft zu werden. Zunächst befand sich die Müllanlage am Rand, mittlerweile liegt sie mitten in der Stadt. Sie ist so groß wie 17 Fußballfelder und so hoch wie ein dreistöckiges Gebäude.

Es stinkt und die Dämpfe, die die Müllsammler einatmen, sind giftig. Die Müllsammler verdienen nicht mal einen halben Dollar am Tag. Auch Kinder arbeiten hier. Oft sammeln sie mehrere Stunden den Müll. Für viele Menschen ist dies die einzige Einnahmequelle.

Arm und Reich

In Maputo treffen Arm und Reich, Moderne und Vergangenheit aufeinander. Hier begegnen sich die Lebensfreude der Afrikaner und die Vergangenheit der Europäer. Hier verdienen Menschen an der wachsenden Wirtschaft, während andere weiter ums Überleben kämpfen müssen. Die Spuren des Bürgerkrieges sind noch nicht endgültig beseitigt. Um die alten Häuser zu renovieren, fehlt oft das Geld.

letzte Aktualisierung am 13.02.2026