Mosambik
Wer lebt in Mosambik?
Etwa 40 von 100 Menschen, die in Mosambik leben, gehören zur Volksgruppe der Makua. Rund 20 von 100 sind Tsonga. Weitere größere Gruppen sind unter anderem die Sena, die Shona und die Yao. Insgesamt leben mehr als 70 ethnische Gruppen in Mosambik, deren Vorfahren meist den Völkern der Bantu entstammen.
Europäer leben heute nur noch sehr wenige in Mosambik. 1974 gab es in Portugal die Nelkenrevolution, danach wurde Mosambik 1975 unabhängig. Während des anschließenden Bürgerkriegs verließen viele Weiße das Land. Mosambik nimmt heute vor allem Flüchtlinge aus Nachbarländern wie der Demokratischen Republik Kongo auf, ist aber gleichzeitig selbst von Binnenvertreibung durch Konflikte im Norden betroffen.
Sprache in Mosambik
Die offizielle Amtssprache des Landes ist Portugiesisch, wobei sich die meisten Mosambiker in der Sprache der Bantus unterhalten. Andere Sprachen kannst du am ehesten in den Hafenstädten des Landes hören.
Viele Babys, viele Kranke
Obwohl in Mosambik viele Babys geboren werden, wächst die Bevölkerungszahl nur vergleichsweise langsam. Das liegt unter anderem daran, dass die Kindersterblichkeit noch relativ hoch ist und viele Babys in den ersten Lebensjahren sterben. Auch Krankheiten tragen dazu bei, dass viele Menschen nicht sehr alt werden.
Ein wichtiger Grund dafür ist, dass ein hoher Anteil der Bevölkerung mit dem HI-Virus lebt. Nach den aktuellsten Daten sind etwa 10 von 100 Menschen in Mosambik mit HIV infiziert. Viele Menschen erkranken auch an Malaria, die in weiten Teilen des Landes verbreitet ist und weiterhin viele Todesfälle verursacht. Andere ernsthafte Krankheiten wie Tuberkulose und Hepatitis kommen ebenfalls vor und sind für die Gesundheit vieler Menschen gefährlich.
Die durchschnittliche Lebenserwartung für einen Menschen in Mosambik liegt heute bei etwa 60 Jahren. Das ist im weltweiten Vergleich eher niedrig.
Woran glauben die Menschen in Mosambik?
Etwa 50 von 100 Menschen in Mosambik leben neben anderen Religionen auch ihren traditionellen Glauben und verehren die Natur sowie ihre Ahnen. Viele verbinden traditionelle Vorstellungen mit einer Weltreligion. Rund 30 von 100 Menschen gehören dem christlichen Glauben an. Das Christentum ist damit eine der größten Religionsgemeinschaften des Landes.
In Mosambik gibt es außerdem einen bedeutenden Anteil von Menschen muslimischen Glaubens. Etwa 18 von 100 sind Muslime. Sie leben vor allem in den Küstenregionen des Nordens. Muslime siedelten dort bereits vor vielen hundert Jahren, als Händler aus Ostafrika und dem arabischen Raum entlang der Küste Handel trieben.






