Namibias Flagge Namibia

Namibia Wirtschaft: Bergbau und Landwirtschaft

Der Bergbau spielt für Namibias Wirtschaft eine besonders wichtige Rolle. Vor allem Diamanten und Uran werden abgebaut. Namibia gehört zu den weltweit wichtigen Uran-Exporteuren. Aber auch Gold, Kupfer, Zink und andere Mineralien sowie Edelsteine werden gefördert. Diese Rohstoffe führt Namibia ins Ausland aus; sie machen mehr als die Hälfte der Exporterlöse des Landes aus.

Doch nicht mehr 50 von 100 Menschen arbeiten in Namibia in der Landwirtschaft. Heute sind es eher etwa 20 bis 25 von 100 Erwerbstätigen, auch wenn dieser Bereich nur einen kleinen Teil zum Bruttosozialprodukt (BIP) beiträgt. Hierbei ist die Viehzucht die wichtigste Einnahmequelle. Es gibt mehrere tausend kommerzielle Farmen im Land, auf denen vor allem Rinder oder Schafe gezüchtet werden. Daneben wirtschaften viele kleinere Betriebe zur Selbstversorgung.

Der Fischfang hat vor allem an der Atlantikküste große Bedeutung und ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Fisch, Fleisch und landwirtschaftliche Produkte wie Trauben gehören zu den wichtigen Ausfuhrgütern des Landes.

Namibia Wirtschaft: Tourismus - Fluch oder Segen?

Große Bedeutung für die namibische Wirtschaft hat auch der Tourismus. In Namibia gibt es viele Tierschutzgebiete und Naturparks. Es werden Safaris veranstaltet und viele Touristen übernachten in Lodges - das sind Hotels - in den Parks. 

So ist der Tourismus auf der einen Seite eine wichtige Einnahmequelle für das Land, auf der anderen Seiten besteht die Frage, ob der Naturschutz bei einer weiter steigenden Anzahl von Touristen noch zu leisten ist. Und wer braucht in einem Land mit so wenig Wasser wirklich einen Pool inmitten der Wüste? Das sind Fragen, die sich jeder stellen sollte, der eine solche Reise unternehmen möchte. 

Stabile Wirtschaft in Namibia?

Insgesamt zeigt sich die namibische Wirtschaft für afrikanische Verhältnisse relativ stabil. Die Entwicklungshilfe und internationale Investitionen tragen dazu bei. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch: Rund 27–28 von 100 Erwerbstätigen haben keinen Job. Besonders betroffen sind Jugendliche, da es zu wenige Arbeitsplätze für junge Menschen gibt und gleichzeitig nicht genügend gut ausgebildete Fachkräfte vorhanden sind.

Namibia gehört im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern zu den wirtschaftlich „reicheren“ Staaten. Die Wirtschaft ist jedoch stark von Importen aus Südafrika abhängig – vor allem bei Kraftstoffen, Maschinen, Autos und Strom. Die enge Verbindung mit der Wirtschaft Südafrikas ist auch historisch bedingt.

In Namibia gibt es außerdem ein relativ gut ausgebautes Verkehrsnetz. Das Straßennetz ist gut gepflegt, und es gibt ein funktionierendes Bahnnetz. Außerdem befinden sich wichtige Handelshäfen an der Atlantikküste, die Namibia mit dem internationalen Handel verbinden.

Perspektiven für die Wirtschaft Namibias

 

Nach dem starken Einbruch der Wirtschaft während der Corona‑Pandemie hat sich die namibische Wirtschaft seit etwa 2023 wieder erholt und wächst wieder langsam. Viele Menschen setzen große Hoffnungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem auf Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff. Namibia hat aufgrund seiner sonnigen und windreichen Lage gute Voraussetzungen für erneuerbare Energien, weshalb grüner Wasserstoff als wichtiger zukünftiger Wirtschaftszweig gesehen wird.

Auch im Bergbau sehen viele Menschen eine Chance für langfristiges Wachstum, insbesondere wenn mehr Rohstoffe nicht nur exportiert, sondern vor Ort weiterverarbeitet und aufbereitet würden. Durch zusätzliche Verarbeitung könnten im Land mehr Arbeitsplätze entstehen und höhere Einnahmen bleiben in Namibia.

letzte Aktualisierung am 27.02.2026