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Bildung für Mädchen in Afghanistan 2025

Hoffnung nach 2001: Mehr Bildung für alle

Als die Taliban im Jahr 2001 durch internationale Truppen gestürzt wurden, gab es große Versprechen: Schulen sollten gebaut, Krankenhäuser eingerichtet und das Land wiederaufgebaut werden. Besonders wichtig war dabei die Bildung für Kinder. Auch Deutschland beteiligte sich am Wiederaufbau.

Vor allem für Mädchen war das eine neue Chance: Sie konnten zur Schule gehen, studieren und später als Ärztinnen, Journalistinnen oder Anwältinnen arbeiten. Manche von ihnen saßen sogar im Parlament.

Ein Rückschritt: Die Machtübernahme der Taliban 2021

Im August 2021 übernahmen die Taliban erneut die Macht. Sie versprachen zwar zunächst, dass Mädchen weiter zur Schule gehen dürften. Doch dieses Versprechen wurde nicht gehalten.

Taliban Schulverbot für Mädchen in Afghanistan

Heute dürfen Mädchen zwar meist noch in die Grundschule. Der Besuch von weiterführenden Schulen oder Universitäten ist aber verboten. Nur wenige Privatschulen dürfen Mädchen noch unterrichten – oft heimlich und mit großem Risiko für Lehrerinnen und Lehrer.

Zu wenige Kinder besuchen in Afghanistan eine Schule

Das Kinderhilfswerk UNICEF berichtet, dass zwischen 3,7 und 4 Millionen Kinder in Afghanistan nicht zur Schule gehen können. Die meisten von ihnen sind Mädchen. Die Zahlen schwanken allerdings. Auf jeden Fall sind es viele Kinder und vor allem Mädchen, die keine Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen. Vor allem ist ihnen der Weg auf weiter führende Schulen versperrt und somit auf eine Ausbildung. So bleiben sie in ständiger Abhängigkeit, da sie keinen Beruf erlernen dürfen. 

Ein Grund ist, dass viele Familien in großer Armut leben. Kinder müssen arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Auch fehlen oft ausgebildete Lehrkräfte oder sichere Schulgebäude.

Schule im Verborgenen: Mädchen umgehen heimlich Schulverbot

Trotz aller Verbote gibt es Lehrerinnen und Lehrer, die im Verborgenen unterrichten. In Wohnzimmern, Kellern oder kleinen Zelten bringen sie den Mädchen das Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Dabei gehen sie ein großes Risiko ein, denn die Taliban bestrafen solche heimlichen Schulen hart.

Wie ist die Situation der Mädchen nach der Übernahme der Macht durch die Taliban?

Warum schicken manche Eltern ihre Töchter nicht?

Auch vor der Rückkehr der Taliban gab es Regionen, in denen traditionelle Vorstellungen bestimmten, dass Mädchen nicht zur Schule gehen sollten. Diese Haltung ist in manchen Gegenden immer noch stark verbreitet.

Seitdem die Taliban im August 2021 wieder die Macht übernommen haben, hat sich vieles geändert. Zwar wurde versprochen, dass Mädchen weiterhin eine Schule besuchen dürften, aber mittlerweile ist klar, dass dieses Versprechen nicht gehalten wird. Wahrscheinlich wird eine Schulbildung für Mädchen wieder sehr viel schwieriger. Hatte sich in der Zeit zuvor doch einiges zum Besseren gewendet, so scheint das Land leider sehr viele Rückschritte zu machen. Die ersten, die es trifft, sind wieder die Mädchen und Frauen.

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Warum dürfen Mädchen in Afghanistan nicht zur Schule gehen?
Weil die Taliban seit 2021 neue Regeln eingeführt haben, die Mädchen ab der siebten Klasse den Schulbesuch verbieten.

Gibt es noch Lehrerinnen in Afghanistan?
Einige unterrichten heimlich, andere dürfen offiziell nur noch in Grundschulen arbeiten. Viele haben ihre Arbeit verloren.

Wie viele Mädchen gehen 2025 zur Schule?
Weniger als die Hälfte aller Mädchen besucht eine Schule – und meist nur die Grundschule.

Wie helfen Hilfsorganisationen?
Mit mobilen Schulen, geheimen Lernorten und Online-Unterricht. Doch das reicht nicht für alle.

Dürfen Jungen noch ganz normal zur Schule gehen?
Ja, Jungen dürfen weiterhin auch weiterführende Schulen und Universitäten besuchen.

letzte Aktualisierung am 17.11.2025