Bangladeschs Flagge Bangladesch

Kinderarbeiter

Kinderarbeit in Bangladesch

Was ist Kinderarbeit?

Kinderarbeit bedeutet, dass Kinder – statt zur Schule zu gehen und einfach Kind zu sein – arbeiten müssen. In Bangladesch schuften viele Kinder täglich über lange Stunden, oft unter gefährlichen Bedingungen.

Wie sieht der Alltag dieser Kinder aus?

In Bangladesch arbeiten Kinder häufig in Fabriken, auf Straßen oder in Werkstätten. Manche schuften zwölf Stunden oder länger pro Tag, sechs Tage die Woche. Dabei sind sie giftigen Dämpfen oder Chemikalien ausgesetzt. Statt Schulbank drücken sie kleine Luftballons herstellen oder Waren auf der Straße verkaufen. Sie haben kaum Zeit oder Kraft fürs Lernen, für Freundschaft oder Spielen.
Viele verdienen extrem wenig; die Familie ist arm und braucht das Geld.

Kinderarbeit ist häufig in Bangladesch

Wie viele Kinder sind betroffen?

Neuere Erhebungen zeigen: Rund 11,3 Prozent aller Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren sind in Bangladesch in Kinderarbeit oder gefährlicher Arbeit tätig. Laut der „National Child Labour Survey 2022“ waren etwa 1,78 Millionen Kinder in Kinderarbeit engagiert, davon rund 1,07 Millionen in gefährlicher Kinderarbeit. Diese Zahlen dürften auch 2025 noch gültig sein. 

Warum gibt es in Bangladesch so viel Kinderarbeit?

Der Hauptgrund ist Armut: Viele Familien haben zu wenig Geld, deshalb müssen schon Kinder mitarbeiten, statt zur Schule zu gehen. Hinzu kommt: Viele Arbeiten sind informell, also außerhalb offizieller Überwachung (kleine Fabriken, Werkstätten, Hausarbeit). So weiß keiner, dass hier Kinder arbeiten. Oder viele wollen es auch einfach nicht wissen. 

Welche Folgen hat das für die Kinder?

  • Sie gehen oft nicht zur Schule oder müssen vorher abbrechen.
  • Ihre Gesundheit leidet durch schwere Arbeit, gefährliche Substanzen oder Maschinen.
  • Sie haben kaum Aussicht, aus Armut und Ausbeutung herauszukommen.
  • Ihre Kindheit – Zeit fürs Spielen, Lernen, Freunde – geht verloren.

Wusstest du?

Kinderarbeit ist weltweit ein großes Problem – laut UNICEF waren im Jahr 2024 rund 138 Millionen Kinder global betroffen, davon etwa 54 Millionen in gefährlicher Arbeit.  In Bangladesch zeigt sich: Obwohl Fortschritte gemacht wurden, ist der Anteil arbeitender Kinder nicht stark gesunken.

Gibt es Gesetze gegen Kinderarbeit?

Es gibt eine Schulpflicht, die schreibt auch in Bangladesch das Gesetz vor. Ja, Bangladesch hat Gesetze und hat internationale Abkommen unterschrieben, die Kinderarbeit verbieten bzw. einschränken.  Doch: In der Praxis ist die Überwachung oft schwach und viele Kinder‑Arbeiten finden im informellen Sektor statt, also genau dort, wo Kontrollen kaum greifen.

Frag doch mal!

Warum müssen Kinder in Bangladesch arbeiten?
Weil viele Familien sehr arm sind und Kinder mitverdienen müssen. Oft sehen Eltern keine andere Möglichkeit.

Dürfen Kinder dort überhaupt arbeiten?
Gesetzlich ist Kinderarbeit eingeschränkt oder verboten, doch in der Praxis setzen viele Familien die Kinder trotzdem zur Arbeit ein – besonders dort, wo Kontrolle schwierig ist.

Geht ein Kind, das arbeitet, trotzdem zur Schule?
In vielen Fällen nicht. Arbeit und Schule gleichzeitig gehen kaum, und oft müssen die Kinder die Schule ganz verlassen.

Welche Arbeiten machen die Kinder?
Zum Beispiel Luftballons herstellen, Waren auf der Straße verkaufen, in Fabriken (z. B. Textilien, Leder, Ziegeleien) arbeiten – oft unter gefährlichen Bedingungen.

Was hilft gegen Kinderarbeit?
Unterstützung von Bildungsangeboten, finanzielle Hilfe für arme Familien, bessere Kontrollen und wirksame Durchsetzung von Gesetzen – all das kann helfen.

letzte Aktualisierung am 18.11.2025