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Von A nach B in Nordkorea: Wie kommen die Menschen voran?

In Nordkorea ist das Reisen für viele Menschen nicht so einfach wie in anderen Ländern. Die meisten Nordkoreaner bleiben in ihrer Heimatstadt und fahren selten in andere Regionen. Es gibt zwar eine Eisenbahn, aber die Tickets sind oft zu teuer. Viele Menschen müssen deshalb lange Strecken zu Fuß zurücklegen.

Fahrräder und Autos: Luxus für wenige

Auch Fahrräder gibt es in Nordkorea, aber sie sind kein selbstverständliches Verkehrsmittel. Viele Menschen können sich nicht einmal ein einfaches Fahrrad leisten. Noch schwieriger ist es mit Autos: Nur wenige Menschen besitzen ein eigenes Fahrzeug. Meistens gehören diese zu Regierungsmitarbeitern oder reichen Familien.

Das Straßennetz: Viele Kilometer, aber schlecht ausgebaut

Nordkorea hat zwar zehntausende Kilometer an Straßen, aber nur ein kleiner Teil davon ist gut befahrbar. Viele Straßen bestehen nur aus Schotter oder Erde. Das bedeutet, dass Autos schneller kaputtgehen und Reisen lange dauern können.

Diese Tabelle informiert dich, beachte, dass es sich um ungefähre Zahlenangaben handelt:

Verkehrsmittel / InfrastrukturZahlen (Stand 2025)
Straßennetz insgesamtca. 26.000–31.200 km
Davon befestigtunter 10 %
Zahl der Autos im Landca. 30.000 Fahrzeuge
Bahnverbindungenvorhanden, aber teuer
Fahrradbesitzselten, oft zu teuer

Teure Autos? Nicht für jeden!

In Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang leben über drei Millionen Menschen – und doch sind die Straßen oft fast leer. Das liegt daran, dass nur wenige Menschen ein eigenes Auto besitzen. Nur wer zur kommunistischen Partei gehört oder im Militär arbeitet, darf überhaupt Auto fahren.

Mehr Autos als früher – aber nur für wenige

In den letzten Jahren fahren tatsächlich mehr Autos durch Pjöngjang als früher. Es gibt nordkoreanische Marken, aber auch große Autos aus dem Westen. Diese gehören meist Menschen, die besonders viel Macht haben. Man kann sogar an den Nummernschildern erkennen, zu welcher Gruppe ein Fahrer gehört – denn die Schilder haben unterschiedliche Farben.

Keine Rush Hour in Pjöngjang

In anderen großen Städten auf der Welt gibt es zu bestimmten Tageszeiten riesige Staus. Das nennt man Rush Hour – die Hauptverkehrszeit. In Pjöngjang gibt es so etwas kaum, weil einfach zu wenige Autos unterwegs sind. Manche sagen sogar, das sei aus Umweltschutzgründen so gewollt. Aber tatsächlich entscheidet der Staat, wer Auto fahren darf. Nur treue Bürger mit hohem Status bekommen diese Erlaubnis – je höher die Stellung, desto besser das Auto.

ThemaInfos (Stand 2025)
Einwohnerzahl Pjöngjangca. 3,2 Millionen
Autos in der Stadtnur wenige, zunehmend mehr
Zulassung von Fahrzeugennur mit staatlicher Erlaubnis
Kennzeichenverschiedene Farben je nach Status
Rush Hourkaum vorhanden
letzte Aktualisierung am 24.11.2025