Demokratische Volksrepublik Korea
Was sind Megalithen?
Megalithen oder Dolmen sind überwiegend unbehauene Steinbrocken, die zum Bauen von Gräbern oder anderen Kultanlagen verwendet wurden.
Die Vorgeschichte der Koreanischen Halbinsel
Schon vor 18.000 bis 12.000 Jahren lebten Menschen auf der Koreanischen Halbinsel. Wahrscheinlich kamen sie aus der Gegend von Sibirien und der Mongolei. Sie lebten als Jäger und Sammler und bauten erste Siedlungen.
Megalithen in Korea: Das „Königreich der Dolmen“
In Korea wurden besonders viele Megalithen, also große Steinblöcke, gefunden. Viele davon waren Dolmen, die als Gräber oder für kultische Zwecke genutzt wurden. Weil es in Korea so viele dieser Steinzeitgräber gibt, nennt man das Land auch das „Königreich der Dolmen“.
Von der Joseon-Dynastie zur japanischen Kolonialzeit
Im Jahr 1392 wurde das Kaiserreich Joseon gegründet. Es blieb viele Jahrhunderte bestehen. In dieser Zeit kam auch der Buddhismus nach Korea. Später wurde das Land von den Mongolen und dann von Japan beherrscht.
Im Jahr 1905 wurde Korea ein Protektorat von Japan und 1910 offiziell Teil des Japanischen Kaiserreichs. Die japanische Regierung unterdrückte viele Teile der alten koreanischen Kultur. Diese Zeit endete erst 1945, nach dem Zweiten Weltkrieg. Seitdem feiern Nord- und Südkorea am 15. August ihre Unabhängigkeit von Japan.
Die Teilung Koreas
Grün: Südkoreanische, US- and UN-Truppen.
[ © Roke / CC BY-SA 3.0 ]
Nachdem Japan kapituliert hatte, wurde nicht nur Japan selbst, sondern auch das zu Japan gehörende Korea durch die Alliierten besetzt und - ähnlich wie damals Deutschland - in sogenannte Besatzungszonen aufgeteilt. Die Koreaner selbst waren davon nicht begeistert, dachten sie doch, Korea würde nun endlich selbstständig. Das Land wurde entlang des 38. Breitengrades geteilt. Der nördliche Teil des Landes ging an die Sowjetunion und der südliche Teil in die Hände der Amerikaner über.
Doch es fanden nicht, wie ursprünglich geplant, freie Wahlen im gesamten Land Korea statt. Der beginnende Kalte Krieg zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten kam dazwischen und so trennte man die Wahlen in beiden Teilen Koreas. Am 15. August 1948 wurde die Republik Korea gegründet, uns heute als "Südkorea" bekannt und im Norden folgte wenige Tage später, am 26. August 1948, die Gründung der Demokratischen Volksrepublik Korea, meist als “Nordkorea” bezeichnet.
Doch alle beide beanspruchten eigentlich die jeweils andere Seite für sich. Mit der Teilung wollte man sich weder im Süden noch im Norden abfinden. 1949 hatten die beiden Besatzungsmächte den Norden und Süden verlassen, schon zu dieser Zeit entstanden immer wieder Konflikte zwischen den beiden Landesteilen.
Kriegsausbruch - Koreakrieg
So kam es 1950 - also zwei Jahre nach der Proklamation der beiden Länder - dazu, dass Nordkorea eine Einigung militärisch herbeiführen wollte und Truppen über die Grenze nach Südkorea schickte. Und wie so oft, wenn Soldaten aufmarschieren, kam es zu einem Krieg, in diesem Fall zum Koreakrieg. Auf nordkoreanischer Seite kämpften die Nordkoreaner mit Unterstützung durch die Sowjetunion und später auch durch die Volksrepublik China. Mit den Südkoreanern kämpften die Vereinigten Staaten und weitere westliche Staaten. Man spricht hier auch von einem Stellvertreterkrieg.
Kim Il-sung
Kim Il-sung gilt in der Demokratischen Volksrepublik Korea als "Ewiger Präsident". Man findet in Nordkorea unzählige Statuen und Abbildungen des kommunistischen Politikers. In der Werbung für die Partei wird er häufig als "der große Führer Genosse Kim Il-Sung" bezeichnet. Seit seinem Tod erben seine Nachkommen den Posten als Machthaber. Deshalb bezeichnet man das System als Dynastie.
Entstehung einer Diktatur
1948 errichtete der damalige Staatschef Kim Il-sung ein sogenanntes Führersystem und einen Kult um seine Person herum. Vorbild für diesen nordkoreanischen Staat war die Sowjetunion. Die Nordkoreaner erhielten von dort auch Hilfe beim Aufbau ihres Systems. Alle Gegner Kim Il-sungs wurden in den 1950er Jahren ausgeschaltet, sodass er seine Alleinherrschaft noch einmal stärken konnte. Das Militär gewann immer mehr an Bedeutung und vor allem in den Jahren des Kalten Krieges wurde der Bevölkerung ein Feindbild eingetrichtert sowie der Hass auf Amerika und auf Japan. Das System schottete sich immer mehr ab, sodass sogar Ende der 1980er Jahre, als sich die kommunistischen Systeme öffneten und die Demokratiebewegungen erstarkten, das Land weiter in sich geschlossen und abgeschottet blieb.
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