Philippinen
Die Müllkinder von Cebu
In der Stadt Cebu City auf den Philippinen gab und gibt es Kinder, die auf oder in der Nähe großer Müllhalden leben und arbeiten. Sie werden oft „Müllkinder“ genannt. Dieser Begriff beschreibt Kinder, die im Abfall nach verwertbaren Dingen suchen – zum Beispiel nach Plastik, Metall oder Glas. Diese Materialien verkaufen sie später, um ein wenig Geld zu verdienen.
Warum arbeiten Kinder auf Müllhalden?
Die meisten dieser Kinder stammen aus sehr armen Familien. Manche leben mit ihren Eltern in einfachen Hütten in der Nähe der Deponien. Andere helfen tagsüber beim Sammeln von Müll und gehen abends nach Hause.
Die Arbeit ist gefährlich. Kinder können sich an scharfen Gegenständen verletzen oder krank werden. Außerdem atmen sie oft giftige Dämpfe ein. Deshalb gilt diese Tätigkeit als eine der schlimmsten Formen von Kinderarbeit.
Hat sich die Situation verbessert?
In den letzten Jahren wurden mehrere große Müllkippen geschlossen oder modernisiert. Die berühmte Deponie „Smokey Mountain“ bei Manila wurde schon vor Jahren stillgelegt. Auch in Cebu gab es Versuche, offene Müllhalden zu ersetzen und Recycling besser zu organisieren.
Trotzdem gibt es weiterhin arme Familien, die vom Müllsammeln leben. Hilfsorganisationen und kirchliche Einrichtungen versuchen, den Kindern Schulbildung, Mahlzeiten und medizinische Versorgung zu ermöglichen. Ziel ist es, dass Kinder nicht arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen können.
In folgendem Video kannst du sehen, wie anstrengend und gefährlich diese Arbeit für Kinder sein kann:
Diese philippinischen Kinder besitzen nichts. Der Müll anderer hält sie gerade so am Leben. Video kann Werbung enthalten.