Philippinen
Landwirtschaft
Viele Menschen arbeiten auf den Philippinen in der Landwirtschaft. Etwa 40 % der Landfläche wird landwirtschaftlich genutzt und 22 bis 24 % der Menschen arbeiten in diesem Bereich. Sie bauen Reis, Mais und Zuckerrohr an, aber auch leckere Früchte wie Bananen, Ananas oder Mangos. Früher waren es deutlich mehr - der Anteil sinkt langsam. Bei der Feldarbeit kommen oft Tiere wie Wasserbüffel zum Einsatz. Maschinen gibt es nur wenige, und einen großen Teil der Arbeit verrichten die Bauern noch mit der Hand.
Doch oft gehört den Filipinos, die auf den Feldern arbeiten, das Land gar nicht. Sie arbeiten dort für sehr wenig Geld. Viele Familien pachten Land von Großgrundbesitzern, also Leuten, denen sehr viel Land gehört. Sie bestellen die Äcker und geben einen großen Teil der Ernte ab. Nur einen kleinen Teil dürfen sie behalten. Obwohl noch viele Menschen in der Landwirtschaft arbeiten, ist ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) niedrig und liegt bei unter 10 Prozent. Obwohl es mittlerweile Reformen gibt, ist die Landverteilung weiterhin ungleich.
Energiepflanzen?
Auf den Philippinen werden vor allem Produkte angebaut, die auf dem Weltmarkt nachgefragt werden, statt Lebensmittel für die eigene Bevölkerung. Einige dieser Pflanzen sind Energiepflanzen, die für die Energieerzeugung genutzt werden. Investoren aus dem Ausland werden gesucht, um in diesen Anbau zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist eigentlich eine gute Idee, doch das Land, das so für Mais oder Palmöl genutzt wird, fehlt den Bauern, die eigentlich Obst, Gemüse oder Reis anbauen sollten, um ihre Familien zu ernähren.
Proteste und Rebellengruppen auf den Philippinen
Nicht alle Menschen sind mit den Zuständen im Land zufrieden. Wenn sie Armut, Ungerechtigkeit oder Korruption erleben, versuchen manche, sich dagegen zu wehren. Das geschieht oft friedlich – durch Demonstrationen oder durch Organisationen, die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzen.
In der Vergangenheit gab es jedoch auch bewaffnete Gruppen wie die kommunistische New People’s Army (NPA). Sie kämpfte mit Waffen gegen die Regierung und wollte politische Veränderungen erzwingen. Heute ist ihr Einfluss deutlich schwächer als noch vor einigen Jahrzehnten. Der Konflikt ist zwar nicht ganz beendet, aber weniger intensiv als früher.
Gleichzeitig gibt es viele Organisationen, die Bauern und arme Familien unterstützen. Sie helfen beim Anbau von Reis, Obst und Gemüse, geben Schulungen oder setzen sich für gerechtere Preise ein.
Energie auf den Philippinen
Die Philippinen brauchen viel Energie für Städte, Industrie und Verkehr. Ein Teil der Energie stammt weiterhin aus Kohle, die noch immer einen großen Anteil an der Stromerzeugung hat. Erdöl und Erdgas spielen ebenfalls eine Rolle, doch das Land muss einen großen Teil seiner Energie importieren.
Gleichzeitig setzen die Philippinen stark auf erneuerbare Energien. Etwa 30 bis 35 Prozent des Stroms stammen inzwischen aus erneuerbaren Quellen.
Besonders wichtig sind:
- Geothermie (Erdwärme) – hier gehören die Philippinen zu den führenden Ländern weltweit
- Wasserkraftwerke
- Windkraftanlagen, vor allem im Norden der Insel Luzon
- Solarenergie, die in den letzten Jahren stark ausgebaut wurde
Durch ihre Lage im Pazifischen Feuerring gibt es im Land viel nutzbare Erdwärme. Deshalb spielt Geothermie eine größere Rolle als in vielen anderen Ländern.
Frag doch mal!
Gibt es noch Rebellen auf den Philippinen?
Ja, aber ihr Einfluss ist heute deutlich kleiner als früher.
Woher bekommen die Philippinen ihren Strom?
Aus Kohle, aber auch aus Geothermie, Wasserkraft, Wind und Sonne.
Was ist Geothermie?
Dabei wird die Hitze aus dem Erdinneren genutzt, um Strom zu erzeugen.
Warum sind erneuerbare Energien wichtig?
Weil sie umweltfreundlicher sind und helfen, das Klima zu schützen.
Warum importiert das Land Energie?
Weil es nicht genug eigene Erdöl- und Erdgasvorkommen hat.