Republik Korea
Vom armen Bauernland zur Hochtechnik
Südkorea ist ein echtes Hightech-Land. Das bedeutet: Technik spielt hier eine sehr große Rolle. Innerhalb von nur zwei Generationen hat sich das Land vom armen Agrarstaat zu einer erfolgreichen Wirtschaftsnation entwickelt. Die Hauptstadt Seoul ist ein wichtiges Zentrum der Technik. Dort sitzen viele große Firmen, die moderne Geräte herstellen. Mittlerweile gibt es auch viele weitere Städte, die wirtschaftlich bedeutend sind wie:
- Suwon (Samsung Electronics)
- Ulsan (Hyundai)
- Busan (Hafen- und Industriezentrum)
Der wirtschaftliche Aufschwung Südkoreas ging rasend schnell. Es ist gar nicht so lange her, dass jedes zweite Smartphone aus Südkorea stammte? Mittlerweile werden allerdings viele Smartphones in China oder in Vietnam hergestellt, sodass die Produktion zurückging.
In Korea wird viel und fleißig gearbeitet – und das fast überall. Wer mit der U-Bahn in Seoul fährt, sieht viele Menschen, die an ihren Laptops sitzen und dabei arbeiten. Arbeit ist für die meisten Südkoreaner sehr wichtig.
Neues Arbeiten in Südkorea
Das Arbeitsleben verändert sich gerade stark. Viele Menschen müssen nicht mehr jeden Tag in ein weit entferntes Büro fahren. Stattdessen gibt es neue Arbeitsplätze in der Nähe ihres Wohnorts. Diese neuen Bürozentren werden extra eingerichtet. Weniger Zeit fürs Pendeln lässt die Arbeitsproduktivität steigen. Außerdem wünschen sich viele flexiblere Arbeitszeiten – also Zeiten, in denen man selbst mitbestimmen kann, wann man arbeitet.
Verliebt? In Korea oft mit Hilfe!
Wenn du jemanden nett findest, kannst du dich bei uns einfach mit ihm oder ihr verabreden. In Südkorea ist das nicht so einfach. Es gibt dort viele sogenannte Blind Dates. Das sind Treffen, bei denen man sich vorher noch gar nicht kennt. Meistens werden sie von Freunden organisiert.
Manchmal helfen sogar heute noch die Eltern mit, wenn der Sohn oder die Tochter schon lange Single ist – besonders, wenn sie oder er über 30 Jahre alt ist. Dies trifft vor allem auf konservative Familien zu. Doch mittlerweile ändert sich diese Form des Kennenlernens auch in Südkorea. So lernen sich viele junge Südkoreanerinnen und Südkoreaner auch über Dating-Apps, über soziale Medien oder auch über die Uni oder die Ausbildung kennen.
Heiratsalter und gesellschaftliche Entwicklung
Das durchschnittliche Heiratsalter ist deutlich gestiegen. Viele Menschen heiraten später oder entscheiden sich ganz gegen eine Ehe. Südkorea hat aktuell eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit – das hängt auch mit veränderten Lebensentwürfen zusammen.
Wie sieht der Familienalltag in Südkorea aus?
Der Alltag in Südkorea kann für viele Familien sehr vollgepackt sein. Viele Erwachsene arbeiten lange, auch wenn die gesetzliche Wochenarbeitszeit in den letzten Jahren verkürzt wurde. Trotzdem verbringen viele Eltern viel Zeit im Büro oder auf dem Arbeitsweg.
Kinder und Jugendliche haben meist bis zum Nachmittag regulären Unterricht. Danach besuchen viele noch sogenannte Hagwons – private Nachhilfeinstitute. Dadurch kann sich der Lerntag bis in den Abend verlängern.
Bleibt da noch Zeit für Familie?
Unter der Woche sehen sich manche Familien tatsächlich nicht sehr lange. Gemeinsame Mahlzeiten sind besonders am Wochenende wichtig. Dann versuchen viele Familien, bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
Trotz des vollen Alltags spielt Familie in Südkorea eine große Rolle. Eltern investieren viel Zeit und Geld in die Bildung ihrer Kinder, weil sie ihnen eine gute Zukunft ermöglichen möchten.
