Singapur
Wo liegt Singapur und warum wird es immer größer?
Wo liegt eigentlich Singapur und ist Singapur ein Land?
Singapur liegt in Südostasien, und zwar im Süden der Malaiischen Halbinsel. Singapur ist sowohl eine Stadt wie auch ein Staat. Er ist einer der kleinsten Staaten der Welt. Aber das Land ist gewachsen.
Wie groß ist Singapur?
Singapur ist heute etwa 735 Quadratkilometer groß. Früher war das Land deutlich kleiner: 1957 betrug die Fläche nur rund 581 Quadratkilometer. Seitdem ist Singapur gewachsen – allerdings nicht durch Eroberungen, sondern durch Landgewinnung im Meer. Dabei wird Sand aufgeschüttet, um neue Flächen zu schaffen. So sind im Laufe der Jahrzehnte neue Stadtteile, Industriegebiete und sogar Teile des Flughafens entstanden.
Eine weitere Vergrößerung ist geplant und bis zum Jahr 2030 soll Singapur auf eine Größe von 800 Quadratkilometer anwachsen.
Bevölkerungsdichte in Singapur
Der Inselstaat Singapur gehört zu den Ländern mit der höchsten Bevölkerungsdichte weltweit.
Bei rund 5,9 Millionen Einwohnern und einer Fläche von etwa 735 Quadratkilometern ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von ungefähr 8.000 Einwohnern pro Quadratkilometer (genauer gerechnet etwa 8.027).
Singapur ist zugleich eine Insel und wird durch Dämme mit der Malaiischen Halbinsel verbunden. Die Verbindung zum Land besteht durch den Johor-Singapore Causeway und die Brücke Second Link, die über die einen Kilometer breite Jojorstraße führt. Singapur liegt an einer Meerenge, die auch Straße von Singapur heißt, zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer.
Was bedeutet Singapur?
Der Name Singapur bedeutet übersetzt „Löwenstadt“.
Er stammt aus dem Sanskrit, einer alten indischen Sprache. Das Wort setzt sich aus „Singha“ (Löwe) und „Pura“ (Stadt) zusammen. Der Legende nach soll ein Prinz im 13. Jahrhundert auf der Insel ein Tier gesehen haben, das er für einen Löwen hielt – daher der Name.
Heute erinnert das Wahrzeichen der Stadt, der Merlion (eine Mischung aus Löwe und Fisch), an diese Geschichte.
Wie groß ist die Insel Singapur?
Die Hauptinsel von Singapur ist etwa:
- 42 Kilometer lang (von Ost nach West)
- 23 Kilometer breit (von Nord nach Süd)
Die gesamte Küstenlänge beträgt rund 193 Kilometer. Frühere Angaben von etwa 140 Kilometern - die du manchmal noch liest - bezogen sich auf ältere Messungen – durch Landgewinnung ist die Küste länger geworden.
Zum Stadtstaat gehören außerdem rund 60 kleinere Inseln. Etwa 20 davon sind bewohnt oder wirtschaftlich genutzt. Einige Inseln dienen der Industrie, zum Beispiel der Erdölverarbeitung, andere sind Naturschutzgebiete oder Ausflugsziele.
Wie wird die Fläche genutzt?
Rund 50–55 % der Fläche sind bebaut, also mit Häusern, Straßen oder Industrieanlagen bedeckt. Trotz der dichten Besiedlung legt Singapur großen Wert auf Grünflächen. Parks, Naturreservate und bepflanzte Hochhäuser sorgen dafür, dass der Stadtstaat oft als „Gartenstadt“ bezeichnet wird.
Die Skyline von Singapur
Von Sumpfland zur Metropole
Wie Singapur ursprünglich einmal ausgesehen hat, ist heute nur noch mit sehr viel Fantasie zu erkennen. Dämme wurden gebaut, Gebiete trocken gelegt. In Meeresbuchten stehen heute Hochhäuser. Aus mehreren Quadratkilometern Sumpflandschaft entstand eines der reichsten Länder der Welt. Zunächst nutzte man nur das Gebiet des Singapur-Flusses im Süden des Landes zum Leben und Wohnen. Der Rest des Landes diente der Landwirtschaft. Teilweise gab es hier auch noch tropischen Regenwald. Diesen holzte man nach und nach ab, die Sümpfe legte man trocken.
Was ist eine Meerenge?
Eine Meerenge ist eine schmale Wasserstraße zwischen zwei Landflächen. Viele Schiffe müssen diese Route nutzen. Deshalb sind Meerengen wie die Straße von Malakka besonders wichtig für den Welthandel.
Singapurs Spitzenstandort
Singapur liegt an der Straße von Malakka, das ist eine der am meisten befahrenen Meerengen der Welt. Sie liegt günstig, nämlich zwischen dem Nahen Osten, wo die größte Menge an Erdöl gefördert wird, und Asien, wo die größte Menge an Erdöl verbraucht wird.
Singapurs Containerhafen
Für Singapur war das ganz schön praktisch, denn alle Schiffe, die das kostbare Erdöl transportierten, mussten hier vorbei. So besitzt Singapur den zweitgrößten Umschlaghafen der Welt. Gemessen wird das an der Menge der Container, die auf den Schiffen transportiert werden und der Menge der Waren. Manchmal findest du auch die Angabe, dass Singapur auf Platz 1 liegt. Das hängt immer von der jeweiligen Statistik ab, die hier zum Einsatz kommt
Warum war das für Singapur ein Vorteil?
Singapur besitzt kaum eigene Rohstoffe. Doch durch seine günstige Lage wurde es zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt. Schiffe legen dort an, Container werden umgeladen und Waren weitertransportiert.
So verdient das Land sein Geld nicht mit Bodenschätzen, sondern mit Handel, Logistik, Finanzdienstleistungen und moderner Technologie.
