Syriens Flagge Syrien

Vor 2011

Wenn wir über Syrien erzählen und von Syrien sprechen, dann müssen wir den Blick auf zwei unterschiedliche Situationen werfen, nämlich auf die Zeit vor dem Bürgerkrieg und auf die Zeit danach. Auch vor dem Bürgerkrieg, der 2011 begann, war die Situation in Syrien für viele Menschen schwierig, vor allem für die, die nicht mit der Regierung von Baschar al-Sadat einverstanden waren.

Aber es herrschte kein Krieg. Wer etwas über Syrien wissen will, muss beides kennen. Nur dann kannst du verstehen, warum es vielen Menschen so schwerfällt, ihr zerstörtes Land zu verlassen, in dem sie viele Jahre auch glücklich und zufrieden gelebt haben. Viele Familien diskutieren darüber, ob sie gehen oder bleiben sollen. An die Zeit vor dem Krieg erinnern noch Fotos. 

Wie es zu diesem schrecklichen Krieg gekommen ist, erfährst du unter “Geschichte und Politik”.

Nach 2011: der Bürgerkrieg in Syrien

Seitdem der Bürgerkrieg 2011 in Syrien ausbrach, war das Leben von vielen Menschen nicht mehr sicher. Viele Orte wie zum Beispiel die Städte Aleppo und Homs wurden zu großen Teilen zerstört. Es gab auch Regionen, in denen keine Bomben fielen, aber da viele Menschen ja in den größeren Städten wohnten, waren sie Ziel von Angriffen. Vor allem die syrische Armee hat, mit Unterstützung der russischen Armee, ganze Stadtviertel zerbombt. Oftmals wurden auch Schulen und Krankenhäuser zerstört.

Besonders schlimm war der Einsatz von Giftgas, einem Gas das Menschen tötet. Diesem Einsatz sind auch viele Kinder zum Opfer gefallen. Das Ausland ächtete diese Angriffe, bei denen immer unschuldige Menschen leiden müssen. Bisher wurden die Schuldigen nicht zur Rechenschaft gezogen. Nachdem der Bürgerkrieg endete und Baschar al-Assad wieder seine Herrschaft über Syrien ausbaute, fielen zwar weniger Bomben, aber das Land war nicht befriedet. Die schlimme Lage schien keine Ende zu nehmen. 

  • Dieses Foto zeigt einen komplett zerstörten Straßenzug der zweitgrößten syrischen Stadt Aleppo. [ © Foreign and Commonwealth Office / CC BY-ND 2.0 ]
  • Ganz langsam gibt es erste Anzeichen von einem kleinen Stück normalen Lebens in Syrien. Dieser Verkäufer preist seine Waren an. Das Foto wurde im Mai 2017 aufgenommen. [ © Samer Bouidani / picture alliance / NurPhoto ]
  • Für viele Menschen ist es nicht einfach, den teilweise harten Winter zu überstehen. [ © Mohammed Karkas / picture alliance / AA ]
  • Dieses Bild wurde im Mai 2017 in Damaskus aufgenommen, große Teile der Stadt sind zerstört. [ © Samer Bouidani / picture alliance / NurPhoto ]

Wie geht es nach dem Sturz al-Assads weiter in Syrien?

Im Dezember 2024 wurde der Diktator Baschar al-Assad gestürzt. Dies war ein bedeutender Einschnitt für die Geschichte Syriens. Es ist noch offen, wie sich der Alltag der Menschen in Zukunft gestalten wird. Dies hängt vor allem davon ab, ob es gelingt, eine tragfähige Politik für das Land zu machen und Syrien in Frieden und ohne Gewalt zu vereinen. 

Alltag von Kindern in Syrien heute

Der Alltag von Kindern in Syrien kann heute sehr unterschiedlich sein. In einigen Städten hat sich das Leben langsam wieder etwas normalisiert. Viele Kinder leben bei ihren Familien, gehen einkaufen, helfen im Haushalt oder passen auf jüngere Geschwister auf.

Wenn sie Zeit haben, treffen sich Kinder mit Freunden zum Spielen. Besonders beliebt ist Fußball, den viele Kinder auf Straßen, Plätzen oder freien Flächen spielen. Auch Fernsehen, Musik hören oder das Nutzen von Smartphones gehört für manche Kinder zum Alltag.

Familien verbringen in Syrien oft viel Zeit miteinander. Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtig, und viele Kinder besuchen regelmäßig Verwandte oder Nachbarn. In den Städten gibt es außerdem Märkte, auf denen Familien Lebensmittel, Kleidung und andere Dinge kaufen.

Doch nicht überall im Land ist das Leben schon wieder normal. In manchen Regionen sind Häuser und Schulen noch immer zerstört, und viele Familien haben nur wenig Geld. Deshalb müssen einige Kinder auch arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Trotzdem hoffen viele Kinder und ihre Eltern, dass sich ihr Alltag in Zukunft weiter verbessern wird und sie wieder sicher lernen, spielen und leben können.

letzte Aktualisierung am 06.03.2026