Haiti
Kinder in Haiti
Kinder, die in Haiti aufwachsen, haben es nicht leicht. Haiti ist nämlich ein sehr armes Land. Viele Familien haben nicht genug zu essen. Sie leben in ärmlichen Hütten oder in den Elendssiedlungen, die rund um die Hauptstadt Port-au-Prince immer weiter wachsen. Wenn dann noch Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme oder Erdbeben kommen, wird die Lage katastrophal.
Neben armen und unterernährten Kindern gibt es in Haiti auch viele Kinder, die ihre Eltern verloren haben, bei Erdbeben, aber auch durch Krankheiten. Und schließlich ist die Anzahl an Straßenkindern und Kinderarbeitern sehr hoch. 36 Prozent der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten in Haiti! Von den Jungen sind es sogar 44 von 100, die arbeiten gehen.
Viele von diesen Kindern sind Restaveks. Das Wort leitet sich ab vom französischen rester avec. Das bedeutet "bei jemandem bleiben". Sie werden von zu Hause, meist auf dem Land, in die Stadt zu einer wohlhabenderen Familie geschickt, wo sie dann als Haussklaven arbeiten müssen. Sie sind also Kindersklaven in Haiti.
Manche von den Restaveks laufen weg und enden dann als Straßenkind. Viele Kinder müssen auch auf den Höfen und Feldern ihrer Eltern helfen oder sie waschen Autos, betteln oder verkaufen etwas auf der Straße.
Seit 2018 ist das Leben in Haiti noch schwieriger geworden als es früher war. Denn seitdem herrschen Banden über das Land. Es gibt viel Gewalt. Viele Menschen verlieren ihr Zuhause, viele fliehen. Mehr darüber erfährst du unter Geschichte.















