Haitis Flagge Haiti

Schule in Haiti

Wie ist die Schule in Haiti? Alle Schüler in Haiti tragen eine Schuluniform. Der Unterricht erfolgt auf Französisch, inzwischen aber auch teilweise in der Haitianischen Kreolsprache. Das hilft den Erstklässlern sehr, denn früher verstanden sie den Unterricht zunächst oft gar nicht.

Die erste Klasse beginnt im Alter von 6 Jahren. Die Grundbildung umfasst neun Jahre, die in drei mal drei Jahre unterteilt sind. Schulpflicht besteht aber nur bis zum Alter von 11 Jahren - und selbst die wird oft nicht eingehalten. Nach der 6. Klasse erfolgt eine Prüfung, nach der 9. Klasse ebenfalls. Die weiterführende Schule dauert vier Jahre.

Wenig Chancen auf gute Bildung in Haiti

Bildung in Haiti hat keinen besonders guten Ruf. Die Schulen sind schlecht ausgestattet. Es sind zu viele Kinder in einer Klasse und es fehlt an gut ausgebildeten Lehrern.

Dabei sind die meisten Schulen privat geführt, der Staat führt nur 20 Prozent aller Schulen. Es gibt kirchliche Schulen und solche, die irgendjemand eröffnet hat, um Geld zu verdienen. Oft sind diese Schulen sehr ärmlich. Trotzdem kosten sie Schulgeld. Selbst der Kindergarten kostet Gebühren - und die sind oft sehr hoch.

Es gibt in Haiti viele Menschen, die nicht lesen und schreiben können. Sie sind Analphabeten. Unter den Erwachsenen sind es 30 bis 60 Prozent, genauere Zahlen hat man nicht. Frauen sind stärker betroffen als Männer.

Zerstörte Schulen in Haiti

Wenn bei einem Erdbeben wie 2010 viele Schulgebäude zerstört werden, wirft das die Chancen auf Bildung noch einmal zurück.

Hilfe kommt oft aus dem Ausland. Hilfsorganisationen sorgen dann dafür, dass wieder Unterricht stattfinden kann. Doch ein Jahr nach dem Erdbeben waren viele Schulen immer noch geschlossen oder in behelfsmäßigen Zelten untergebracht.

In den Jahren seit 2018 gibt es ein weiteres Problem. Bewaffnete Banden verbreiten nämlich Angst und Schrecken. Oft bleiben die Schulen nun deswegen geschlossen.

Nicht alle gehen in die Schule

Nur 53 von 100 Kindern beenden die Grundschule. Das betrifft zum Beispiel auch Kinder aus Elendsvierteln, aus weit abgelegenen ländlichen Gebieten oder Kinder, die arbeiten. Die weiterführende Schule schließen sogar nur 35 Prozent eines Jahrgangs ab. Viele Kinder verlassen die Schule also wieder, ohne einen Abschluss zu haben.

Schülerin aus Haiti

letzte Aktualisierung am 02.03.2026