Jamaika
Tourismus und Bauxit
Jamaikas Wirtschaft ruht vor allem auf zwei Säulen: dem Tourismus und dem Abbau von Bodenschätzen, insbesondere Bauxit. Aus Bauxit macht man Aluminium. Jamaika war 2023 der sechstgrößte Bauxitproduzent der Welt. Der Abbau von Bauxit verursacht allerdings auch große Umweltprobleme. Touristen kommen rund zwei Millionen jedes Jahr. 2023 waren es sogar 2,8 Millionen.
Geldsendungen von im Ausland lebenden Jamaikanern stützen die Wirtschaft zudem nicht unerheblich. Damit die Wirtschaft wachsen kann, müssten aber vor allem Jamaikas Probleme beseitigt werden. Dazu gehören die hohe Staatsverschuldung, eine negative Handelsbilanz, stark schwankende Wechselkurse und hohe Zinsen, aber auch eine hohe Kriminalitätsrate, Drogenhandel und Korruption. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten Jahren hingegen immer weiter gesunken. 2022 lag sie nur noch bei 6 Prozent, 2025 sogar nur bei 4,4 Prozent.
Zuckerrohr und Bananen - die Landwirtschaft in Jamaika
Während die Landwirtschaft bis in die 1940er Jahre die wichtigste Rolle spielte, hat ihre Bedeutung seitdem stark abgenommen. Angebaut werden auf Jamaika Zuckerrohr, Bananen, Kaffee, Zitrusfrüchte, Yams und Akee.
Akee ist eine Frucht, die in der jamaikanischen Küche oft verwendet wird. Piment, der auch Jamaikapfeffer genannt wird, wird ebenfalls angebaut. Die Landwirtschaft erwirtschaftet aber nur 9 bis 10 Prozent für das Land und 15 Prozent der Menschen arbeiten in diesem Bereich.
Industrie in Jamaika
Die Industrie erwirtschaftet jedes Jahr 18 bis 20 Prozent des BIP und 17 Prozent der Jamaikaner sind hier beschäftigt. Produziert werden Lebensmittel, Getränke, Metalle, Papier, chemische Produkte. Bauxit wird weiter verarbeitet zu Aluminium und anderen Produkten.
Rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes stammen aus Dienstleistungen. Dazu gehören zum Beispiel der Tourismus, der Handel, die Gastronomie oder Finanzen.
