Kanada
Kanadas Natur: Tundra, Taiga und Prärie
Weite Teile Kanadas sind von unberührten Wäldern bedeckt. Hier ist eine reiche Tierwelt zu Hause. Die Landschaftsform nennt man Taiga oder Borealen Nadelwald. Vor allem Kiefern, Fichten, Tannen und Lärchen wachsen hier. Im Osten geht der Wald in einen Mischwald über. Neben Hemlocktannen und Kiefern findet man hier auch Buchen, Birken und Ahorn.
Ganz im Norden allerdings wachsen keine Bäume mehr. Dort ist es zu kalt. Die Landschaft dort ist die Tundra. Nur Moose, Flechten, Gräser und kleine Zwergsträucher können hier wachsen. Je weiter nach Norden man kommt, umso mehr Schnee liegt dort, teilweise auch das ganze Jahr über.
Im mittleren Süden von Kanada, im Süden von Saskatchewan, Manitoba und Alberta nämlich, gibt es hingegen Prärie. Hier wächst vor allem Präriegras. Für Wälder ist es hier zu trocken. Heute werden diese Gebiete vor allem für den Getreideanbau und die Haltung von Rinderherden genutzt (siehe Landwirtschaft in Kanada).
Tiere in Kanada
Wer an Tiere in Kanada denkt, dem fallen wohl als erstes die Bären ein. Braunbären leben im gesamten Westen des Landes. Sie gehören zur Unterart der Grizzlybären.
Schwarzbären findet man fast im ganzen Land außer im arktischen Norden. Dort ist der Eisbär zu Hause. Er ist das größte an Land lebende Raubtier der Erde.
Eine Unterart des Schwarzbären ist der Kermodebär. Ein Zehntel von ihnen haben ein helles Fell. Der Kermodebär kommt nur in der westlichen Provinz British Columbia vor.
Tiere Kanadas in Wald und Prärie
Biber, Marder und Grauhörnchen leben genauso in Kanadas Wäldern wie Karibus und Wapitis. Karibus nennt man die nordamerikanischen Rentiere, Wapitis die nordamerikanischen Hirsche. Auch Elche gibt es, sie werden hier aber als Moose bezeichnet, während Wapitis Elk genannt werden.
In Wald und Prärie mögen es die Bisons. Präriehasen fühlen sich im Präriegras wohl. Taschenratten sind ebenfalls zu finden. Viele Vögel verbringen den Sommer in den Wäldern Kanadas und ziehen im Winter nach Süden.
Kanadischer Biber
Als Nationaltier und Nationalsymbol gilt der Kanadische Biber. Die großen Nagetiere sind nah verwandt mit dem Europäischen Biber. Beide fällen Bäume, indem sie sie durchnagen. Damit bauen sie dann ihre Dämme. Der Kanadische Biber war fast ausgestorben, weil er für den Pelzhandel gejagt wurde. Heute hat sich der Bestand aber erholt. Die Biberjagd ist nicht mehr überall verboten.
Der Kanadische Biber witrd bis zu 90 Zentimeter lang, dazu kommt der Schwanz mit bis zu 35 Zentimeter Länge. Sein dichtes Fell schützt ihn vor Nässe. Er lebt im Wasser und am Ufer. Der Eingang zum Biberbau liegt unter Wasser.
Die arktische Tierwelt Kanadas
Neben Eisbären fühlen sich in den arktischen Gewässern Kanadas auch Wale, Walrosse und Seehunde wohl.
An Land, in der Tundra, leben Moschusochsen, Karibus, Polarwölfe, Polarfüchse, Polarhasen und Lemminge. Zugvögel verbringen hier den Sommer.












