St. Kitts und Neviss Flagge St. Kitts und Nevis

St. Kitts und Nevis: Leben im Paradies?

Für viele Leute wirken die Inseln der Karibik wie ein Paradies: Weiße Sandstrände mit Palmen, türkisblaues Meer, immer gutes Wetter, Menschen mit guter Laune, die fröhlich tanzen ... So stellt man sich das Leben hier vor, zum Beispiel auch auf St. Kitts oder Nevis.

Und ganz falsch ist das natürlich auch nicht. Der Strand ist wirklich weiß, warm ist es das ganze Jahr über, Mangos kann man vom Baum pflücken und die Menschen sind fröhlich und gelassen. Dazu kommen die hübschen pastellfarbenen Holzhäuschen und ehemalige Herrenhäuser im Kolonialstil. Neubauten in Basseterre müssen übrigens im Kolonialstil erfolgen, so dass hier keine Betonklötze den Blick trüben.

Doch es ist eben nicht alles paradiesisch in St. Kitts und Nevis. Tatsächlich sind viele Menschen arm. Lebensmittel sind teuer, denn vieles muss importiert, also aus anderen Ländern eingekauft werden. Korruption ist an der Tagesordnung. Die Regierung und Staatsbeamte wirtschaften in ihre eigene Tasche. Außerdem gibt es Kriminalität. So kommt es immer wieder zu Diebstählen und Raubüberfällen.

Und auch das Wetter ist übrigens nicht immer paradiesisch hier, denn zwischen Juni und Oktober können Wirbelstürme auftreten, die dann auch nicht sehr lustig sind. Auch Erdbeben sind möglich. Und schließlich übertragen Stechmücken das Denguefieber und das Chikungunyafieber, zwei gefährliche Krankheiten.

Zum Alltag auf St. Kitts und Nevis gehören aber noch andere Dinge. So bezahlt man hier mit dem Ostkaribischen Dollar. Eingekauft wird im Supermarkt und auf Märkten. Aus der Zeit als britische Kolonie blieben Dinge wie der Linksverkehr oder das Englisch als Amtssprache.

letzte Aktualisierung am 14.01.2026