St. Kitts und Nevis
Wirtschaft von St. Kitts und Nevis: früher Zucker, heute Tourismus
Die Wirtschaft von St. Kitts und Nevis ist stark abhängig vom Tourismus. Etwa 580.000 Touristen kommen jährlich auf die Inseln. Das ist fast zehn Mal so viel wie der kleine Staat Einwohner hat. Die Zahlen sind von Jahr zu Jahr gestiegen. Die meisten Besucher sind Passagiere von Kreuzfahrtschiffen. Viele Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen von Basseterre an. Touristen, die auch zum Übernachten herkommen, sind viel weniger, etwa 115.000 im Jahr. Die meisten Touristen kommen aus den USA. Die stärksten Reisemonate sind Dezember bis März. Ende der 1990er Jahre wurde der Tourismus zurückgeworfen wegen zweier Hurrikane, 2020 und 2021 durch die Corona-Pandemie.
Die Landwirtschaft ist für die Wirtschaft von St. Kitts und Nevis kaum noch von Bedeutung. Das war früher anders. Vor allem Zucker wurde angebaut und war bis etwa 1970 das wichtigste Anbauprodukt. Danach brachte der Zucker dem Land mehr Schulden als Geld und 2005 wurde die Verarbeitung von Zucker schließlich eingestellt. Angebaut wird Zuckerrohr aber noch. Auf St. Kitts sind außerdem Erdnüsse ein wichtiges landwirtschaftliches Produkt. Auf Nevis sind Baumwolle und Kokosnüsse die Hauptanbauprodukte. Auf beiden Inseln werden außerdem Süßkartoffeln, Kohl, Tomaten und Brotfrucht angebaut. Diese Lebensmittel werden aber nicht exportiert, sondern hier gegessen. Außerdem wird Fisch gefangen. Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine werden auch gehalten. Etwa 39 Prozent der Inselfläche werden landwirtschaftlich genutzt.
Industrie trägt immerhin zu etwa einem Viertel zur Wirtschaftsleistung des Landes bei. Neben der Verarbeitung von Lebensmitteln werden Kleidung, Schuhe und elektronische Geräte hergestellt. Elektroprodukte bilden den Hauptteil der Exporte des Landes. Einige Lebensmittel müssen importiert werden, zum Beispiel Hühnerfleisch.

