St. Vincent und die Grenadinen
Was isst man auf St. Vincent und den Grenadinen?
Als Nationalgericht von St. Vincent und den Grenadinen gilt geröstete Brotfrucht mit Makrele. Auf Englisch heißt das dann Breadfruit and Jackfish.
Die Brotfrucht wird dafür geröstet, am besten im offenen Feuer, bis sie weich ist. Dann wird sie geschält und aufgeschnitten. Der Fisch wird gewürzt und in Mehl gewälzt, ehe er gebraten wird. Das Gericht steht besonders häufig samstags auf dem Tisch. Aber was ist eigentlich Brotfrucht?
Die Brotfrucht
Die Brotfrucht und der Brotfruchtbaum stammen ursprünglich aus Polynesien. Der Baum wurde schon im 18. Jahrhundert nach St. Vincent gebracht. Das war 1793, als der britische Seefahrer William Bligh hier anlegte. Er brachte am Ende 50 Setzlinge aus Tahiti mit, die im Botanischen Garten von Kingstown angepflanzt wurden. Man wollte mit der Einführung der Brotfrucht billige Nahrung für die Sklaven erhalten.
Am Anfang lehnten diese die Brotfrucht ab, doch inzwischen ist sie eines der wichtigsten Nahrungsmittel auf St. Vincent. Die Früchte sind rund bis eiförmig. Das Fruchtfleisch ist weiß. Man kann die Brotfrucht grün ernten und dann kochen. Sind die Früchte gelb und somit reif, kann man sie auch roh essen. Außerdem kann man aus dem getrockneten Fruchtfleisch Mehl machen.
Noch mehr typisches Essen in St. Vincent
Die Auswahl an Gemüse und Obst ist in St. Vincent und den Grenadinen groß. Auf dem Markt kann man Yams, Taro, Kochbananen, Süßkartoffeln, Tomaten, Kohl, Möhren und Paprika genauso kaufen wie Mangos, Guaven, Kokosnüsse und Ananas. Außerdem gibt es Bananen, die in allen möglichen Varianten zubereitet werden.
Zu Fleisch oder Fisch isst man gerne Rice and Peas, das ist Reis mit Bohnen. Vor allem Hühnerfleisch wird gern gegessen, ansonsten auch Ziege. Die Auswahl an Fischsorten ist riesig.
Ein typisches Rezept aus St. Vincent ist gefüllte Süßkartoffel. Das Rezept dafür findest du im Mitmachtipp. Eine süße Beilage ist Ducana, das ebenfalls aus Süßkartoffeln gemacht wird. Ein Rezept dafür findest du bei Antigua und Barbuda unter dem Mitmachtipp. Beliebt sind hier auch Madongo-Knödel (Madongo- oder Madungo Dumplings), die aus Pfeilwurzel hergestellt werden (Arrowroot).
Auch Callalou isst man hier gerne. Das Gericht ist typisch für die gesamte Karibik, wird aber überall etwas anders zubereitet. Es handelt sich aber immer um einen Eintopf mit viel Blattgemüse. Auch Pelau ist typisch für die Karibik und wird auch in Trinidad und Tobago oder in St. Kitts und Nevis gegessen. Pelau ist ein Reisgericht, bei dem Hühnerfleisch mit Zucker karamnellisiert wird. Dazu kommen Kichererbsen und Gemüse.
