Woher wissen wir eigentlich etwas über den Klimawandel?
Klimaforscherinnen und Forscher beobachten das Wetter und Klima auf der ganzen Welt. Sie messen zum Beispiel die Temperaturen, schauen, wie viel Regen fällt oder wie sich Gletscher und Meere verändern. Mithilfe von Klimamodellen können sie sogar berechnen, wie sich das Klima in der Zukunft entwickeln könnte – zum Beispiel im Jahr 2030 oder 2100.
Diese Modelle beruhen auf vielen Daten. Aber: Sie sind nicht perfekt. Wenn sich ein einzelner Faktor verändert, kann dies Auswirkungen auf das ganze Ergebnis haben. Trotzdem zeigen die meisten Modelle ziemlich deutlich: Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird die Erde immer wärmer – mit Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Was hat der Golfstrom mit dem Klima zu tun?
Der Golfstrom ist eine starke, warme Meeresströmung im Atlantik. Er bringt warmes Wasser von der Karibik bis nach Europa – und sorgt dafür, dass es bei uns in Westeuropa milder ist als in anderen Regionen auf derselben Höhe. Ohne den Golfstrom wäre es bei uns wahrscheinlich viel kälter, besonders im Winter.
Diese Strömung wird unter anderem durch den Salzgehalt und die Temperatur des Wassers angetrieben. Wenn durch das Schmelzen von Gletschern und Eisschilden süßes Wasser ins Meer gelangt, wird das Wasser weniger salzig. Das kann den Golfstrom verlangsamen oder sogar zum Stillstand bringen – was wiederum das Klima in Europa stark verändern könnte.
Könnte eine neue Eiszeit kommen, wenn der Golfstrom stoppt?
Manche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befürchten, dass es bei einem Stillstand des Golfstroms in bestimmten Regionen wie Nordeuropa kälter werden könnte – auch wenn die Erde insgesamt wärmer wird. Eine echte neue Eiszeit ist aber eher unwahrscheinlich.
Wahrscheinlicher ist, dass wir es mit extremen Wetterschwankungen zu tun bekommen: Hitzewellen hier, starke Regenfälle dort. Das Klima wird unberechenbarer – und das ist eine große Herausforderung für Mensch und Natur.
Droht eine Eiszeit? Was hat der Golfstrom mit der Antarktis zu tun? Wird es kälter oder heißer?
Warum glauben manche Menschen nicht an den menschengemachten Klimawandel?
Es stimmt: Das Klima hat sich in der Erdgeschichte immer wieder verändert – durch Vulkanausbrüche, Sonnenzyklen oder die Verschiebung der Kontinente. Aber: Noch nie ist es so schnell und so stark wärmer geworden wie seit der Industrialisierung.
Einige Menschen wollen das nicht wahrhaben. Sie sagen: „Die Menschen sind nicht schuld, also müssen wir auch nichts ändern.“ Manchmal spielen dabei wirtschaftliche Interessen eine Rolle – zum Beispiel von Firmen, die mit Kohle, Öl oder Gas Geld verdienen. Manche wollen die Diskussion einfach ablenken oder verwirren.
Gibt es Wissenschaftler, die den Klimawandel bezweifeln?
Fast alle Klimawissenschaftler*innen weltweit sind sich einig: Der Mensch trägt maßgeblich zur Erderwärmung bei. Aber es tauchen immer wieder Listen mit angeblichen Zweiflern auf. Auf den ersten Blick klingt das überzeugend – doch oft stammen die Namen auf diesen Listen gar nicht aus der Klimaforschung, oder die Listen sind veraltet oder gefälscht.
Daher ist wichtig: Hinterfrage, was du liest oder hörst. Frag dich: Wer sagt das? Woher kommen die Informationen? Gibt es Belege? Und vor allem: Sprich mit vertrauenswürdigen Erwachsenen, wenn du unsicher bist.