Äquatorialguineas Flagge Äquatorialguinea

Erdöl und Erdgas aus Äquatorialguinea

Als man 1991 vor der Küste von Äquatorialguinea Erdöl entdeckte, blühte die Wirtschaft des kleinen Landes auf. Seitdem hat sie aber auch eine hohe Abhängigkeit eben vom Erdöl entwickelt. Seit 2010 sinkt das BIP zudem fast jedes Jahr um 5 bis 9 Prozent. Nur in wenigen Jahren gab es ein Wachstum, so auch 2024 um 0,9 Prozent. 2025 gab es aber schon wieder einen Rückgang.

Erdöl erwirtschaftet immer noch 90 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Im Export kommen ebenfalls 90 Prozent der Einnahmen aus Erdöl und Erdgas.
 

Industrie statt Landwirtschaft in Äquatorialguinea

Allerdings haben die Menschen im Land kaum etwas davon. Das Erdöl macht die Reichen nur noch reicher. Vor allem der Präsident des Landes profitiert davon. Korruption ist ein großes Problem.

Zudem sind es internationale Ölfirmen, die die Förderung des Erdöls betreiben. Arbeitsplätze werden damit kaum geschaffen. 2024 waren 7,8 Prozent der Einwohner arbeitslos.

Die Industrie trägt zu 45 bis 46 Prozent zum BIP bei. Neben Erdöl wird seit einigen Jahren auch Erdgas gefördert. Erdgas wird zudem in flüssiges Erdgas (LNG) umgewandelt. So lässt es sich leichter in andere Länder exportieren, nämlich mit Tankern.

Kakao, Kaffee und Holz sind weitere Waren, die in Äquatorialguinea hergestellt werden. Allerdings sinkt ihr Anteil zugunsten des Erdöls seit Jahren. Landwirtschaft trägt jährlich nur zu 2 bis 4 Prozent zur Wirtschaft des Landes bei. Ihren Ausbau hat man vernachlässigt. Allerdings ist der größte Teil der Landesfläche auch mit Wald bedeckt. Nur 3,7 Prozent der Fläche ist landwirtschaftlich nutzbar.

Verarbeitet werden außerdem Holz und Fisch. Das Land besitzt weitere Bodenschätze wie Diamanten, Gold, Eisenerz und Titan, die aber bisher nicht gefördert werden.

Viele Probleme in der Wirtschaft

Ein Problem ist neben Korruption aber auch eine schlechte Infrastruktur. Weite Teile des Landes sind nicht erschlossen, es gibt wenige Straßen und die sind in schlechtem Zustand. Allerdings wird daran gearbeitet, diese Lage zu verbessern. Das ist auch bei der Strom- und Wasserversorgung der Bevölkerung nötig.

Wirtschaft in Äquatorialguinea in Bildern:

letzte Aktualisierung am 06.05.2026