Kap Verde - Sprache in Kap Verde
Welche Sprache spricht man in Kap Verde?
Die Amtssprache in Kap Verde ist nach wie vor Portugiesisch. Bis 1975 waren die Inseln nämlich eine portugiesische Kolonie. Portugiesisch ist darum die Sprache im Fernsehen, in den Zeitungen oder in den Ministerien. Auch in der Schule wird Portugiesisch gesprochen.
Gesprochen wird in Kap Verde aber vor allem eine Kreolsprache, das Kapverdische Kreol. Dieses Kriolo entstand aus einer Mischung von Portugiesisch und den afrikanischen Sprachen der Sklaven, die die Portugiesen hierherholten.
Nahezu alle Einwohner sprechen Kreol. Es soll darum auch zur zweiten Amtssprache werden, so ist der Plan seit 2017. Jedoch ist es schwierig, weil die Unterschiede der Dialekte eben so groß sind. Das Kapverdische Kreol wurde aber immerhin zur Nationalsprache erhoben.
Kapverdisches Kreol
Allerdings unterscheidet sich das Kreol der nördlichen Inselgruppe stark von dem Kreol der südlichen Inseln. Selbst von Insel zu Insel gibt es dann noch Unterschiede. Verständigen können sich die Bewohner aber untereinander.
Das Kreol der Insel Santiago ähnelt der Kreolsprache in Guinea-Bissau stark - viel mehr als zum Beispiel der von der kapverdischen Insel Santo Antão. Das Kreol von Santiago hat sogar einen eigenen Namen: Badiu. Eine Volksgruppe, die auf Santiago lebt, nennt sich ebenso. Ursprünglich waren es entlaufene Sklaven, die im Inselinneren ihre Unabhängigkeit bewahrte. Alle anderen Sprachen und Bewohner der Kapverden bezeichnen die Badiu wiederum als Sampadjudu. Badiu und Sampadjudu sind also beides Varianten des Kapverdischen Kreol.
Kreol und Portugiesisch
Wie unterschieden oder ähneln sich das Kapverdische Kreol und Portugiesisch? Hier ein paar Beispiele: Will man auf San Vicente fragen "Wie ist dein Name" sagt man: Qu’ manêra qu’ ê bô nôm’? Ausgesprochen klingt das etwa so: kmanera ke bo nom? Auf Portugiesisch wäre es: Como e teu nome?
"Wir gehen ans Meer" heißt auf Kapverdischem Kreol: Nô tâ bá’ pâ már. Portugiesen würden sagen: Nós vamos para o mar. Du siehst, es ist ähnlich, aber doch anders.
Kapverden: Sprache auf Schildern
