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Einwohner der Demokratischen Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo hat etwa 116 Millionen Einwohner. Das ist die Schätzung für 2026. Auf Deutsch nennen wir die Einwohner auch Kongolesen - so wie ihre Nachbarn aus der Republik Kongo. Die Bevölkerung im Kongo wächst seit Jahrzehnten sehr stark - um 3,3 Prozent jedes Jahr. Jede Frau bekommt im Durchschnitt sechs Kinder (statistisch 6,1).

Damit ist die Bevölkerung insgesamt sehr jung. Das Durchschnittsalter liegt bei nur 16 Jahren. In Deutschland liegt es bei 45 Jahren! Allerdings sterben in der DR Kongo auch viele Kinder schon bei der Geburt, nämlich 26 von 1000 Babys. 76 von 1000 Kindern erleben ihren 5. Geburtstag nicht.
 

Wo leben die Menschen in der DR Kongo?

Die Demokratische Republik Kongo ist an Einwohnern inzwischen das drittgrößte Land in Afrika (nach Nigeria und Äthiopien und vor Ägypten). Weil es von seiner Fläche her aber so groß ist, ist die Bevölkerungsdichte insgesamt nur gering. 49 Menschen leben im Schnitt auf einem Quadratkilometer.

Zudem verteilen sich die Einwohner sehr ungleichmäßig im Land. Das kannst du auf der Karte gut erkennen. Die meisten Menschen leben in der Region um Kinshasa sowie in den Regionen Nord-Kivu und Süd-Kivu im Osten des Landes.

Es gibt eine Landflucht. Das heißt, die Menschen ziehen in die Städte, in der Hoffnung auf Arbeit und bessere Lebensbedingungen. Andere flohen aus dem Osten des Landes, wo es bis 2009 zu mehreren Bürgerkriegen kam. Noch leben erst 47 Prozent der Einwohner in der Stadt, aber diese Zahl steigt seit Jahren an.

Welche Volksgruppen leben in der Demokratischen Republik Kongo?

Die ersten Bewohner der Kongoregion waren Pygmäenvölker. Sie machen heute weniger als ein Prozent der Bevölkerung aus.

Rund 80 Prozent hingegen zählen heute in der DR Kongo zu Bantuvölkern. Hier machen die Ethnien der Baluba (Luba), Bakongo, Mongo und Mangbetu-Azande die größten Gruppen mit jeweils 10 bis 18 Prozent aus.

Insgesamt aber leben mehr als 200 Volksgruppen im Land. Sie sind ungleich verteilt. So leben zum Beispiel Mongo vor allem im Nordwesten des Landes, Bakongo vor allem im Südwesten.

Religion in der DR Kongo

80 Prozent der Kongolesen sind Christen. Sie teilen sich auf in 50 Prozent Katholiken, 20 Prozent Protestanten und 10 Prozent Kimbanguisten. Letztere ist eine unabhängige christliche Kirche.

Die Kimbanguistenkirche entstand in den 1950er Jahren. Ihre Anhänger folgen einem eigenen Propheten, nämlich Simon Kimbangu, der 1951 starb. Er kämpfte 1921 gegen die Unterdrückung durch die Belgier und wurde von den Kongolesen als ihr Erlöser betrachtet.

10 Prozent der Einwohner sind Anhänger des Islam.

Schon bei ihrer Ankunft 1482 wurden die Portugiesen missionarisch tätig. Viele Kongolesen wurden so zum Christentum bekehrt. Selbst der König des Königreichs Kongo ließ sich taufen. Im 19. Jahrhundert gab es dann eine weitere Zeit der Missionierung, nun auch durch Protestanten.

Häufig spielen bei den Menschen aber auch die traditionellen Vorstellungen noch eine Rolle, etwa der Glaube an beseelte Dinge und Geister. Das wird manchmal vermischt mit Elementen des Christentums.
 

Menschen im Kongo

letzte Aktualisierung am 06.10.2026