Mosambiks Flagge Mosambik

Befreiungskampf in Mosambik

Doch ab 1964 wehrten sich die Einwohner Mosambiks gegen die Europäer. Schon ab 1962 hatte sich eine Freiheitsbewegung namens FRELIMO gebildet. Das steht für Frente da Libertacao de Mocambique und bedeutet Freiheitsbewegung für Mosambik. Ihr erster Präsident wurde Eduardo Mondlane. Zwei Jahre nach der Gründung begann der bewaffnete Kampf gegen die Portugiesen. Es kam zu Kämpfen und vielen Toten vor allem auch auf Seiten der mosambikanischen Bevölkerung.

Auch die Widerstandskämpfer waren sich nicht einig. Der Konflikt konnte erst beendet werden, als in Portugal die Diktatur im Jahr 1974 gestürzt wurde. Man spricht von der "Nelkenrevolution". Die neue demokratische Regierung Portugals entschied, die ehemaligen Kolonien in ihre Unabhängigkeit zu entlassen, so auch Mosambik. Am 25. Juni 1975 wurde das Land unabhängig und die Volksrepublik Mosambik ausgerufen.

Bürgerkrieg in Mosambik

Innerhalb der Freiheitsbewegung FRELIMO setzte sich der marxistische Einfluss durch. Doch da viele Menschen damit nicht einverstanden waren, entstand eine weitere Widerstandsbewegung namens RENAMO. Diese fand Unterstützung durch Südafrika und dem damaligen Rhodesien (später Simbabwe).

So begann 1977 ein Bürgerkrieg, der 15 Jahre dauern sollte. Dieser Krieg entpuppte sich als Stellvertreterkrieg zwischen dem Westen und dem Osten. So wurde die RENAMO von Südafrika, USA und Teilen Europas unterstützt, während die marxistische FRELIMO Hilfe durch die Sowjetunion, Kuba und die damalige DDR erhielt. Mosambik brach völlig zusammen. Erst 1992 konnte dieser schreckliche Bürgerkrieg, der viele Tote und Flüchtlinge zur Folge hatte, beendet werden.

Mosambik heute

Mosambik war nach dem Bürgerkrieg eines der ärmsten Länder der Welt. Der Krieg endete 1992. Noch viele Jahre später zeugten Landminen von diesem schlimmen Konflikt. Inzwischen gilt Mosambik offiziell als weitgehend minenfrei, auch wenn vereinzelt noch Blindgänger gefunden werden.

1990 wurde eine neue Verfassung eingeführt. Mehrere Parteien wurden zugelassen, und es wurde die Marktwirtschaft eingeführt.

Die politische Lage galt lange als vergleichsweise stabil. In den letzten Jahren kam es jedoch wieder zu Spannungen, besonders nach umstrittenen Wahlen und durch Gewalt im Norden des Landes. Mosambik verfügt über viele Bodenschätze, vor allem große Erdgasvorkommen. Deshalb spricht man weiterhin von wirtschaftlichen Chancen. Doch die Armut ist trotz dieser Möglichkeiten immer noch weit verbreitet.

Präsident Filipe Nyusi im Amt bestätigt

Bei der Präsidentschaftswahl 2019 wurde der seit 2015 amtierende Präsident Filipe Nyusi erneut im Amt bestätigt. Seine zweite Amtszeit endete 2024.

Seit Januar 2025 ist Daniel Chapo neuer Präsident des Landes. Er gehört ebenfalls der Regierungspartei FRELIMO an. Regierungschef (Premierminister) ist seit 2022 Adriano Maleiane.

letzte Aktualisierung am 13.02.2026