Tadschikistans Flagge Tadschikistan

Wirtschaft in Tadschikistan

Tadschikistan besitzt viele Bodenschätze, doch viele davon sind schwer zu fördern. Das wichtigste Exportgut war lange Aluminium. Das Rohmaterial dafür, das Bauxit, muss allerdings importiert werden, denn in Tadschikistan gibt es kein Bauxit.

Die Sowjetunion wählte Tadschikistan 1975 als Standort für die Aluminium-Fabrik, weil hier Strom aus Wasserkraft erzeugt werden konnte. In Tursunsoda im Westen des Landes befindet sich seitdem die größte Aluminiumfabrik von Zentralasien und eine der größten der Welt. Der Aluminiumverkauf bringt dem Land jedes Jahr rund 10,4 Prozent aller Exporteinnahmen. Der Anteil ist allerdings gesunken.

Inzwischen hat Gold Aluminium abgelöst. Gold trägt mit etwa 17,4 Prozent zu den Einnahmen aus dem Export bei.

Industrie trägt insgesamt mit rund 33 Prozent zur Wirtschaft bei, d.h. zum Bruttoinlandsprodukt. Die Industrialisierung wird seit 2022 verstärkt vorangetrieben. Imme rneue Fabtriken entstehen, zum Beispiel für Lebensmittel, Baustoffe, Bekleidung und Metallwaren. Dienstleistungen machen rund 35 Prozent aus.

Das BIP wächst jährlich um rund 8 Prozent, allerdings ist auch die Staatsverschuldung hoch. Die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 7 Prozent.

Landwirtschaft in Tadschikistan

Nur auf 7 Prozent der Landesfläche kann in Tadschikistan Landwirtschaft betrieben werden. Dennoch arbeitet rund die Hälfte der Menschen in der Landwirtschaft. Immerhin erwirtschaftet sie auch 23 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Trotzdem muss das Land mehr als die Hälfte seiner benötigten Nahrungsmittel in anderen Ländern einkaufen (importieren).

Für den Export angebaut wird Baumwolle. Sie macht den größten Anteil auf den Feldern aus. 10 bis 15 Prozent der Einnahmen aus dem Export stammen von Baumwolle. Daneben werden Weizen, Reis, Weintrauben, Grapefruit, Aprikosen, Kohl und anderes Gemüse und Obst angebaut. Auch Vieh wird gehalten, vor allem Rinder, Schafe und Ziegen.
 

Armut in Tadschikistan

Tadschikistan ist nach Kirgisistan das ärmste der zentralasiatischen Länder. Etwa 17 Prozent der Bevölkerung lebt in Armut. 6 Prozent gelten als sehr arm. Eine schlechte Infrastruktur, Korruption, Drogenhandel, die Binnenlage und die unzugängliche und unwirtliche Berglandschaft sind Gründe für die Armut im Land.

Viele Tadschiken arbeiten im Ausland, vor allem in Russland, weil es im Land an Arbeitsplätzen fehlt. Sie schicken Geld nach Hause, um ihre Verwandten dort zu unterstützen. Diese Rücküberweisungen machen einen nicht unerheblichen Anteil an der Wirtschaft aus. Im Jahr 2024 entsprachen diese Geldüberweisungen etwa 45 Prozent des BIP.

letzte Aktualisierung am 20.04.2026