Vietnam
Wusstest du?
Vietnam gehört zu den Ländern mit besonders großer kultureller Vielfalt. Insgesamt sind 54 ethnische Gruppen offiziell anerkannt. Jede Gruppe hat ihre eigenen Bräuche, Feste und oft auch eine eigene Sprache.
Wer lebt in Vietnam?
In Vietnam leben besonders viele Kinder und Jugendliche. Das Land hat eine sehr junge Bevölkerung. Etwa 25 von 100 Vietnamesen ist jünger als 15 Jahre.
Bevölkerung Vietnam
In Vietnam gibt es mehr als 50 ethnische Gruppen. Die Mehrheit mit 86 von 100 sind die Viet, die auch Kinh genannt werden. Es gibt auch viele Chinesen, die, weil sie ja im Ausland leben, auch Auslandschinesen genannt werden.
Bergvölker Vietnam
Weitere Minderheiten sind Thai und Khmer. Die Khmer leben vor allem im Süden des Landes im fruchtbaren Tal des Mekong. Diese Landesteile gehörten früher zu Kambodscha und die Khmer stammen aus Kambodscha. Deshalb haben viele Khmer ihre Wurzeln dort und pflegen bis heute ihre eigene Kultur und Sprache. Zu weiteren Volksgruppen zählen die sogenannten Bergvölker, die, wie der Name sagt, in erster Linie in den Bergen leben. Diese Minderheiten sprechen meist ihre eigene Sprache und leben ihre eigene Kultur. Viele dieser Minderheiten finden in Vietnam keine Anerkennung und müssen oft in größerer Armut leben als der Rest der Bevölkerung.
Hallo auf Vietnamesisch
„Hallo“ heißt auf Vietnamesisch Xin chào. Gesprochen wird es ungefähr so: „Sin dschau“.
Das Besondere: Im Vietnamesischen kommt es auch auf die Betonung an. Je nachdem, wie man ein Wort ausspricht, kann es nämlich etwas anderes bedeuten!
Welche Sprachen spricht man in Vietnam?
Vietnamesisch – eine besondere Sprache
Vietnamesisch sieht auf den ersten Blick ein bisschen wie unsere Schrift aus, denn es wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Allerdings gibt es viele Sonderzeichen und Betonungen, die zeigen, wie ein Wort ausgesprochen wird. Das ist wichtig, denn ein Wort kann je nach Betonung ganz unterschiedliche Bedeutungen haben! Wenn
Fremdsprachen in Vietnam
Neben Vietnamesisch lernen viele Menschen in Vietnam auch andere Sprachen:
- Englisch wird immer wichtiger, vor allem im Beruf und im Tourismus
- Französisch wird noch an manchen Schulen unterrichtet
Der Grund dafür ist die Geschichte: Vietnam gehörte früher zur französischen Kolonie Indochina. Deshalb hat die französische Sprache bis heute Spuren hinterlassen. Auch Deutsch wird von einigen Vietnamesinnen und Vietnamesen gesprochen, zum Beispiel von Menschen, die in Deutschland gearbeitet oder studiert haben.
Viele Sprachen der Minderheiten
In Vietnam leben mehr als 50 ethnische Gruppen. Viele von ihnen sprechen eigene Sprachen. Das bedeutet: Neben Vietnamesisch gibt es im Land eine große sprachliche Vielfalt. In der Schule lernen die meisten Kinder aber vor allem Vietnamesisch, damit sich alle gut verstehen können.
Minderheiten in Vietnam
Die ethnischen Minderheiten Vietnams sind von Armut betroffen und werden benachteiligt. Oft leben sie in den Bergregionen des Landes. Hier gibt es fast keine Arbeit. In Vietnam gibt es mehr als 50 ethnische Gruppen. Die größte Gruppe wird von den Kinh gebildet, zu der 85 von 100 Vietnamesen durchschnittlich 88 gehören. Diese Ethnie stammt ursprünglich aus dem Norden Vietnams und aus Teilen Südchinas.
China hat insgesamt einen großen Einfluss auf Vietnam und die Chinesen bilden dort ebenso eine große Minderheit nach den Kinh. Es gibt aber noch viele weitere ethnische Minderheiten, wie beispielsweise die Muong, die Khmer und weitere Gruppen.
Wusstest du das?
Der Ahnenkult ist in Vietnam wichtiger als viele Religionen. Für viele Familien gehört er ganz selbstverständlich zum Alltag. Besonders an Feiertagen werden die Ahnen geehrt.
Woran glauben die Menschen in Vietnam?
Die Verfassung des Landes garantiert den Menschen Religionsfreiheit. Das bedeutet eigentlich, dass jeder die Religion ausüben kann, die er möchte. Doch die kommunistische Partei des Landes blickt mit einer gewissen Skepsis auf die Religionen. So war es zumindest in der Vergangenheit. So bezeichnen sich viele Vietnamesen als keiner Religion zugehörig.
Die wichtigsten Religionen in Vietnam
Der Buddhismus ist noch am weitesten verbreitet, das Christentum brachten die Europäer mit. Es gibt aber auch Naturreligionen und Taoismus. Konfuzianismus und Animismus kommen dazu.
Die Vietnamesen ehren ihre Vorfahren
Weit verbreitet ist der Ahnenkult in Vietnam. Ahnenkult bedeutet, dass man die Verstorbenen besonders ehrt. Und hierbei ist es eigentlich egal, welcher Glaubensrichtung sich die Vietnamesen zuordnen. Es kann auch sein, dass nicht-gläubige Vietnamesen ihre Ahnen verehren. So steht in jedem Haushalt ein Ahnenalter. Auf diesem Altar opfert man Gegenstände und Nahrung für die Verstorbenen. Man ehrt sie und fragt sie auch um Rat, wenn man nicht weiter weiß.
Zusammenleben der Religionen in Vietnam
Die Glaubensrichtungen in Vietnam vermischen sich auch zum Teil. Die Anhänger der verschiedenen Religionen leben friedlich miteinander und bekämpfen sich nicht. Das wäre mal ein Vorbild für viele andere Länder.










