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Inhalt Wirtschaft in Baden-Württemberg:

Seite 1 Wirtschaft und Forschung - ein Überblick 
Seite 2 Struktur der Wirtschaft
Seite 3 Landwirtschaft Du bist hier!
Seite 4 Verkehr & Export
Seite 5 Tourismus

Welche Form von Landwirtschaft gibt es in Baden-Württemberg?

Obst- und Weinbau sind vor allem im Oberrhein-Tiefland, im Neckartal, am Kaiserstuhl und im Bodenseegebiet möglich. In mittleren Höhenlagen wird häufig Getreide angebaut. In den höheren Lagen, etwa im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb, spielen Grünland, Futterbau, Viehhaltung und Forstwirtschaft eine größere Rolle.

Typisch ist, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zurückgeht, die einzelnen Betriebe aber größer werden. 2023 gab es in Baden-Württemberg rund 36.800 landwirtschaftliche Betriebe. Die durchschnittliche Betriebsgröße lag bei etwa 37,5 Hektar. Damit sind die Betriebe in Baden-Württemberg im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern eher klein.

Schweinehaltung

Im bundesdeutschen Schnitt kommt auf einen Schweinehalter 1175 Schweine und die meisten Schweine werden in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gehalten. Und dies geschieht meist in riesigen Ställen. Diese Art der Schweinehaltung wird mittlerweile heftig diskutiert. So steigt zwar die Tendenz, die Tiere artgerechter zu halten, der Anteil an Biofleisch wächst, doch sind viele Verbraucher immer noch nicht bereit, dafür auch entsprechend Geld ausgeben. Es ist sehr viel teurer, Bio-Schweinefleisch zu produzieren, weil es sehr viele rechtliche Vorschriften gibt. Allerdings steht hier das Tierwohl im Mittelpunkt und nicht alleineder Preis.

Viehhaltung

Eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft spielt die Viehhaltung. Auch in Baden-Württemberg ist zu erkennen: Kleinere Betriebe mit wenigen Tieren werden seltener, während größere Betriebe einen immer größeren Anteil der Tiere halten.

Rinder und Milchkühe

Oberschwaben und das Allgäu sind besonders wichtig für die Milchviehhaltung. Im Regierungsbezirk Tübingen standen 2025 mehr als 56.000 Milchkühe und damit ein großer Teil des Milchkuhbestandes von Baden-Württemberg. Insgesamt gab es im Land Ende 2025 weniger als 300.000 Milchkühe. Viele Milchbauern halten eher kleinere Herden als in norddeutschen Bundesländern, doch auch hier werden größere Ställe häufiger.

Schweinehaltung

Baden-Württemberg ist kein klassisches Schweineland wie Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen. Trotzdem werden auch hier viele Schweine gehalten. Im Mai 2025 gab es rund 1,24 Millionen Schweine in etwa 1.460 Betrieben. Die Zahl der Schweinehalter ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das bedeutet: Weniger Betriebe halten heute ähnlich viele Tiere wie früher. Dadurch werden die einzelnen Bestände größer.

Diese Art der Tierhaltung wird immer wieder diskutiert. Viele Menschen wünschen sich mehr Tierwohl. Gleichzeitig ist Fleisch aus besonders tiergerechter oder ökologischer Haltung teurer, weil die Betriebe mehr Platz, Futter und Zeit benötigen.

Ackerbau, Weinbau und Obst

Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche Baden-Württembergs wird als Ackerland genutzt. Etwa 39 Prozent sind Grünland, also Wiesen und Weiden. Nur ein kleiner Teil entfällt auf Sonderkulturen wie Wein, Obst oder Gemüse. Diese Sonderkulturen prägen aber viele Landschaften besonders stark, etwa die Rebhänge am Kaiserstuhl oder die Obstgärten am Bodensee.

Die Rebfläche in Baden-Württemberg ist zuletzt kleiner geworden. 2025 lag sie bei rund 25.800 Hektar. Viele Winzerinnen und Winzer stehen unter Druck, weil Kosten steigen und weniger Wein getrunken wird.

Agrarstrukturerhebung

Die Agrarstrukturerhebung wird regelmäßig durchgeführt und zeigt, wie sich die Landwirtschaft entwickelt. In Baden-Württemberg wächst der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen seit Jahren. Ende 2025 wurden rund 15,4 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet. Damit gehört Baden-Württemberg zu den Bundesländern mit einem besonders hohen Anteil an Ökolandbau.

Was ist mit der ökologischen Landwirtschaft?

Der ökologische Landbau wächst in Baden-Württemberg weiter. Ende 2025 wurden rund 214.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht etwa 15,4 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. Damit liegt Baden-Württemberg über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Zahl der Ökobetriebe ist gestiegen.

Viele Menschen wünschen sich regionale und biologische Lebensmittel. Trotzdem reicht die Menge, die in Baden-Württemberg erzeugt wird, nicht immer aus. Deshalb werden auch Bio-Produkte aus anderen Regionen oder Ländern eingeführt.

Auch die konventionelle Landwirtschaft sollte umweltverträglicher werden

Wichtig wäre es, dass einerseite die ökologische Landwirtschaft wächst, aber auch die konventionelle Landwirtschaft umweltverträglicher wird. Leider übersteigt die Nachfrage die Produkte, die vor Ort erzeugt werden. Deshalb führt der Handel ökologische Produkte ein. Würden diese Produke im Land erzeugt, entfielen Transportwege.

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letzte Aktualisierung am 03.07.2026