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Einwohner Maltas: Wer lebt in Malta?

Malta ist mit rund 315 Quadratkilometern sehr klein, aber Ende 2025 lebten dort rund 588.000 Menschen. Damit gehört Malta zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt und ist das am dichtesten besiedelte Land der Europäischen Union.

Die Bevölkerung Maltas ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Ein wichtiger Grund dafür ist die Zuwanderung. Ende 2025 hatten rund 69 von 100 Einwohnern die maltesische Staatsangehörigkeit, etwa 31 von 100 waren ausländische Staatsbürger. Viele von ihnen kommen zum Arbeiten nach Malta.

Menschen aus zahlreichen Ländern leben heute auf den maltesischen Inseln. Besonders stark gewachsen ist die Zahl der ausländischen Einwohner erst in den letzten Jahrzehnten. Bei der Volkszählung 2021 waren Italiener die größte einzelne Gruppe unter den ausländischen Staatsbürgern.

Die Bevölkerung Maltas wurde über viele Jahrhunderte von unterschiedlichen Kulturen geprägt. Phönizier, Römer, Araber, Normannen und andere Herrscher hinterließen Spuren in Sprache, Kultur und Geschichte. So mancher Einwohner findet seine Wurzeln in diesen alten Kulturen. 

Religion in Mailta

Woran glauben die Malteser?

Malta ist bis heute stark vom römisch-katholischen Glauben geprägt. Bei der Volkszählung 2021 bezeichneten sich rund 83 von 100 Menschen ab 15 Jahren als katholisch. Daneben leben auf Malta auch Muslime, orthodoxe Christen, Protestanten, Hindus und Angehörige weiterer Religionen. Außerdem gibt es Menschen, die keiner Religion angehören.

Die katholische Kirche ist in Malta besonders sichtbar. Überall findest du Kirchen, Kapellen, Heiligenfiguren und religiöse Bilder. Die maltesische Tourismusbehörde zählt 359 Kirchen auf Malta und Gozo – also fast eine für jeden Tag im Jahr.

Der katholische Glaube spielt auch bei vielen Festen und Bräuchen eine wichtige Rolle. Besonders bekannt sind die sogenannten Festas: Dabei feiern einzelne Orte ihre Schutzheiligen mit Prozessionen, Musik, geschmückten Straßen und oft auch großen Feuerwerken.

Auch rechtlich hat die katholische Kirche eine besondere Stellung: In der Verfassung Maltas ist der römisch-katholische Glaube weiterhin als Religion des Landes festgehalten. Gleichzeitig leben heute Menschen mit sehr unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen auf Malta.

Die Kirche beeinflusst aber nicht nur das Aussehen des Landes, sondern auch die Politik. Malta ist bis heute gesellschaftlich stärker von katholischen Traditionen geprägt als viele andere europäische Länder. Das zeigt sich auch bei manchen Vorstellungen darüber, was in der Öffentlichkeit als angemessene Kleidung gilt. Oben-ohne-Baden für Frauen gilt auf Malta als nicht erlaubt; die entsprechenden Vorschriften werden mit den Regeln gegen Nacktheit oder „unanständige Kleidung“ in der Öffentlichkeit begründet.

Was sprechen die Malteser?

Die Sprachen Maltas

Auf Malta gibt es zwei Amtssprachen: Maltesisch und Englisch. Maltesisch ist außerdem die Nationalsprache des Landes. Viele Menschen wachsen mit beiden Sprachen auf und wechseln im Alltag ganz selbstverständlich zwischen ihnen.

Englisch spielt eine wichtige Rolle, weil Malta lange zu Großbritannien gehörte. Von 1814 bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1964 stand Malta unter britischer Herrschaft. Deshalb wird Englisch bis heute in Schulen, Behörden, Medien und im Berufsleben häufig verwendet.

Was für eine Sprache ist Maltesisch?

Maltesisch ist etwas Besonderes: Es gehört zu den semitischen Sprachen und ist mit dem Arabischen verwandt. Entstanden ist es aus einer arabischen Sprachform, die im Mittelalter auf Malta und Sizilien gesprochen wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte kamen viele Wörter aus dem Sizilianischen und Italienischen hinzu, später auch aus dem Englischen. Trotzdem entwickelte sich Maltesisch zu einer eigenständigen Sprache mit eigenen Regeln und einer eigenen Schriftsprache.

Anders als Arabisch wird Maltesisch mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. Es besitzt einige besondere Buchstaben wie ċ, ġ, għ, ħ und ż.

Wird auf Malta auch Italienisch gesprochen?

Italienisch hatte auf Malta über Jahrhunderte großen Einfluss und war bis 1934 sogar Amtssprache. Heute ist es keine Amtssprache mehr, wird aber weiterhin von vielen Menschen verstanden und als Fremdsprache gelernt. Die Nähe zu Italien, Fernsehen, Handel und Tourismus tragen dazu bei.

letzte Aktualisierung am 25.09.2026