Nordmazedoniens Flagge Nordmazedonien - Schule

Das Schulsystem in Nordmazedonien

Das Schulsystem in Nordmazedonien wurde in den vergangenen Jahren immer wieder verändert und modernisiert. Das Land möchte sein Bildungssystem stärker an europäische Standards anpassen.

Kinder kommen normalerweise mit etwa sechs Jahren in die Schule. Die Grundschule dauert neun Jahre. Danach besuchen Jugendliche eine weiterführende Schule, zum Beispiel ein Gymnasium oder eine berufliche Schule. Auch die Sekundarbildung gehört zur Schulpflicht.

Die Schule beginnt für Kinder ab sechs Jahren. Weil in vielen Ländern trotz Schulpflicht manche Kinder nicht die Schule besuchen, wird von der Regierung regelmäßig kontrolliert, ob die Kinder tatsächlich zur Schule gehen.

In welcher Sprache findet der Unterricht statt?

An vielen Schulen wird auf Mazedonisch unterrichtet. Nordmazedonien ist aber ein mehrsprachiges Land. Je nach Region und Schule kann Unterricht auch auf Albanisch, Türkisch, Serbisch oder Bosnisch stattfinden.

Besonders Albanisch spielt eine wichtige Rolle, denn ein großer Teil der Bevölkerung gehört zur albanischen Minderheit. Viele Schulen sind sogar mehrsprachig und bieten Unterricht in mehreren Sprachen an. 

Auch Fremdsprachen gehören zum Unterricht. Englisch spielt dabei eine besonders wichtige Rolle.

Was lernen Kinder in der Schule?

Zum Stundenplan gehören Fächer wie Mazedonisch oder eine andere Unterrichtssprache, Mathematik, Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Sport und Kunst.

Je nach Schule und Unterrichtsprogramm gibt es außerdem Fächer, in denen Kinder etwas über Religion, Ethik, Kultur und das Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen lernen.

Nach dem Abschluss einer weiterführenden Schule können Jugendliche eine Abschlussprüfung ablegen. Mit dem passenden Abschluss können sie anschließend an einer Universität oder Hochschule studieren.

Probleme mit der Bildung

Auch wenn sich die Regierung um den Ausbau und die Verbesserung des Schulsystems bemüht, gibt es noch ein paar Probleme. Eines davon ist zum Beispiel die Finanzierung der Schulreformen. Es besteht also die Frage, wie man das alles letztlich bezahlen soll. Die mazedonische Wirtschaft hinkt anderen europäischen Staaten immer noch hinterher. Die mangelhafte Bildung der Bevölkerung ist außerdem noch ein Erbe aus vergangenen Zeiten. Dennoch hat sich in den letzten Jahren einiges gebessert. 

UNICEF weist darauf hin, dass manche Kinder schlechtere Bildungschancen haben als andere. Besonders betroffen sind Kinder aus armen Familien, aus ländlichen Gebieten, Kinder mit Behinderungen und viele Roma-Kinder. Auch die Ausstattung der Schulen und die Verteilung von Lehrkräften sind nicht überall gleich gut.

Diskriminierung von Romakindern

Kinder aus Romafamilien haben es in Nordmazedonien besonders schwer. Auch Lehrer, die eigentlich gut ausgebildet sind, halten die Romakinder oft für dümmer als andere Kinder. Die Vorurteile gegen die Minderheit sitzen tief und wurden den meisten Mazedoniern schon früh eingeprägt.

Selbst, wenn sich die Kinder beweisen und ihr Abitur erfolgreich bestehen, gibt es Hochschulen, die sie nicht zulassen. Das alles nur wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit, weil sie eben Roma sind. Andere werden gar nicht erst an der Schule angenommen.

Aber Nordmazedonien arbeitet gemeinsam mit Organisationen wie UNICEF daran, diese Unterschiede zu verringern und allen Kindern einen besseren Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

letzte Aktualisierung am 13.10.2026