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Westindische Inseln

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Westindische Inseln oder wo liegt Westindien?

Zu den Westindischen Inseln zählt man drei Inselgruppen (Archipele) zwischen Nord- und Südamerika: die Großen Antillen, die Kleinen Antillen und die Lucayischen Inseln (Bahamas und Turks- und Caicosinseln). Die Inseln liegen östlich von Mittelamerika und nördlich von Südamerika. Insgesamt zählen rund 7000 große und kleine Inseln zu den Westindischen Inseln. Auf Englisch nennt man sie die West Indies.

Der Begriff “Westindische Inseln” stammt aus der Zeit der Entdeckungsreisen. Christoph Kolumbus dachte, er habe einen Seeweg nach Indien gefunden. Deshalb nannte man die Inseln “Westindien”, also Indien im Westen.

Die Antillen bilden einen großen Bogen, der das Karibische Meer umschließt. Die Lucayischen Inseln liegen außerhalb (nördlich) davon im Atlantik. Auf der Karte kann man das gut sehen. Man verbindet die ganze Region mit dem Begriff Karibik, also auch die Küste an Festland, etwa von Venezuela oder Mexiko.
 

Staaten der Westindischen Inseln

Zu den Westindischen Inseln gehören 13 unabhängige Staaten. Das sind auf den Großen Antillen Kuba, Jamaika, Haiti und die Dominikanische Republik (die beiden liegen auf einer Insel zusammen), auf den Kleinen Antillen St. Kitts und Nevis, Antigua und Barbuda, Dominica, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Grenada und Barbados. Außerdem liegen hier noch Trinidad und Tobago. Von den Lucayischen Inseln sind nur die Bahamas ein eigener Staat.
 

Überseegebiete oder besondere Gemeinden in Westindien

Eine ganze Reihe von Inseln zählen außerdem als Überseegebiete von europäischen Ländern. Zu Großbritannien gehören zum Beispiel Anguilla, die Cayman Islands und Montserrat, ebenso die Turks- und Caiscos-Islands. Zu Frankreich gehören Martinique und Guadeloupe.

Karibische Niederlande werden Bonaire, Sint Eustatius und Saba genannt - oder auch kurz die BES-Inseln nach den Anfangsbuchstaben. Sie sind sogenannte “Besondere Gemeinden” der Niederlande. Bonaire wird aber auch zu den ABC-Inseln gezählt, das sind Aruba, Bonaire und Curaçao. Sie sind alle niederländisch, unterscheiden sich aber in ihrem Status und somit ihren Rechten. Aruba und Curaçao sind hingegen autonome Länder innerhalb der Niederlande. Sie haben eine eigene Verfassung und Regierung, sind aber keine souveränen Staaten.

Die Jungferninseln (Virgin Islands) sind politisch sogar auf drei Staaten verteilt, auf die USA, Großbritannien und Puerto Rico (das selbst aber auch zu den USA gehört). Sie werden darum auch Amerikanische Jungferninseln, Britische Jungferninseln und Spanische Jungferninseln (die von Puerto Rico) genannt.

Karte der West Indies