Algerien
Einwohner von Algerien
Algerien hat mehr als 47 Millionen Einwohner. Damit leben hier etwas weniger Menschen als in Spanien. Die große Mehrheit der Algerier wohnt im Norden des Landes. Nur dort befinden sich auch größere Städte. Insgesamt wohnen 75 Prozent der Bevölkerung in einer Stadt, 25 Prozent auf dem Land. Weil Algerien so groß ist, liegt die Bevölkerungsdichte bei nur 19 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Im Durchschnitt bekommt jede Frau 2,8 Kinder. Die Bevölkerung wächst damit um 1,4 Prozent jährlich. Dadurch fehlt es zum Beispiel auch an Arbeitsplätzen. Viele junge Algerier wandern aus, insbesondere ins Land der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich.
Wer sind die Algerier und welche Religion gibt es in Algerien?
Die Mehrheit der Algerier bezeichnet sich als Araber (70 Prozent). 30 Prozent gehören einem Berberstamm an. Berberwurzeln haben aber so gut wie alle Algerier, denn sie waren die ursprüngliche Bevölkerung hier.
Im 7. und 8. Jahrhundert drangen die Araber dann nach Westen vor und islamisierten den Nordwesten Afrikas und damit auch das Gebiet vom heutigen Algerien. Neben ihrer Religion brachten sie auch ihre Sprache und Kultur mit. Viele Berber wurden so arabisiert. So bekennen sich heute 99 Prozent der Algerier zum Islam.
Inzwischen vermischen sich Araber und Berber allerdings auch. Dennoch gibt es auch Berberstämme, die für den Erhalt ihrer Kultur kämpfen. Ein Erfolg für sie war, dass ihre Sprache Tamazight im Jahr 2002 als Amtssprache in Algerien anerkannt wurde.
Der größte Berberstamm in Algerien sind die Tuareg. Sie leben in der Sahara. Einige Tuareg führen nach wie vor das Leben als Hirtennomaden, andere sind aber auch sesshaft geworden wie die anderen Berberstämme.
In der Kabylei im Nordosten leben die Kabylen. Weitere Berberstämme in Algerien sind die Saharaberber, die Shawia und die Chenoua. Wo sie in Algerien leben, zeigt dir die Karte.
Menschen in Algerien
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