Elfenbeinküste
Einwohner der Elfenbeinküste: Ivorer
Die Elfenbeinküste hat 32,7 Millionen Einwohner. Die Bewohner der Elfenbeinküste nennt man nach dem französischen Landesnamen Côte d'Ivoire Ivorer. Eine Frau von der Elfenbeinküste ist dann also eine Ivorerin.
Die Ivorer setzen sich aus 60 Volksgruppen zusammen. Die Namen der größten Ethnien siehst du auf der Karte. Grün sind hier die Akan-Volksgruppen, die größte Gruppe in der Bevölkerung (38 Prozent). Zu ihnen gehören die Baule (rund 20 Prozent) und die Agni (rund 5 Prozent) als die größten Gruppen. Im Südwesten leben Kru und verwandte Ethnien, die Kru-Sprachen sprechen. Im Nordwesten leben Ethnien der Mande-Sprachen. Northern Mande machen 9,5 Prozent der Bevölkerung aus, Southern Mande 0,3 Prozent. Im Norden leben Senufo (10 Prozent).
Es zieht immer mehr Menschen in die Städte. Das nennt man Landflucht. Inzwischen leben 53 Prozent der Menschen in den Städten.
Wachstum der ivorischen Bevölkerung
Jede Frau bekommt im Durchschnitt mehr als 4 Kinder (4,3). So machen Kinder und Jugendliche einen großen Anteil an der ivorischen Bevölkerung aus. Mehr als 40 Prozent der Einwohner sind unter 15 Jahre alt. Die Bevölkerung wächst jährlich um 2,5 Prozent.
Bis 2005 verdreifachte sich die Bevölkerung der Elfenbeinküste in nur 30 Jahren. 1975 bekam jede Frau im Durchschnitt noch 8 Kinder. Dann verlangsamte sich das Bevölkerungswachstums etwas. Nun steigt die Zahl langsam wieder.
Neben der hohen Geburtenrate spielen auch Einwanderer aus den Nachbarländern wie Burkina Faso einen Rolle beim Wachstum der Einwohnerschaft.
Religion in der Elfenbeinküste
Der Anteil an Christen und Muslimen ist in der Elfenbeinküste etwa gleich, mit einer kleinen Mehrheit bei den Muslimen: 43 Prozent gehören dem Islam an, 40 Prozent dem Christentum. Der Norden ist dabei eher muslimisch, der Süden christlich geprägt. Der Anteil an Katholiken ist etwas höher als der an Protestanten.
2,2 Prozent der Bevölkerung bekennen sich noch zu den traditionellen westafrikanischen Religionen. Man nennt sie auch animistische Traditionen oder Animismus. Die Senufo zum Beispiel glauben an einen Schöpfergott, eine Urmutter und Naturgeister. Die Vorfahren werden besonders verehrt. Zu den alten Traditionen gehört bei einigen Volksgruppen auch die Initiation mit bestimmten Ritualen, etwa die Poro-Initiation bei den Senufo oder Komian bei den Akan. Der Anteil der Menschen, die dem Animismus folgen, sinkt allerdings, während die Zahl der Muslime steigt.
12 Prozent der Einwohner gaben an, keine Religion zu haben. Sie sind die Konflikte zwischen Christen und Muslimen leid. Vor allem städtische Ivorer, die wohlhabend und gebildet sind, lehnen einen Glauben ab.
Welche Sprache spricht man in der Elfenbeinküste?
Bis 1960 stand die Elfenbeinküste unter französischer Kolonialherrschaft. Die Franzosen hatten Französisch zur Amtssprache gemacht und das wurde auch nach der Unabhängigkeit beibehalten. Auch der Schulunterricht findet auf Französisch statt.
Doch neben Französisch spricht man rund 77 Landessprachen. Das kommt daher, dass hier so viele verschiedene Völker leben. Am weitesten verbreitet ist Dioula (sprich: Di-ula). Es wird vor allem im Norden gesprochen und gilt auch als Handelssprache. 61 Prozent der Ivorer sprechen Dioula.
Als Schrift der Dioula wird die N'Ko-Schrift verwendet. Du siehst sie auf dem Bild rechts. Man schreibt sie von rechts nach links. Wenn man sich auf Dioula einen Guten Morgen wünscht, heißt das so: I ni sogoma!
Viele sprechen auch die Sprache der Baule-Völker, weil sie einen großen Anteil an der Bevölkerung haben. Sie wird vor allem im Zentrum des Landes gesprochen. Viele weitere Sprachen kommen dazu. Die Senufo haben zum Beispiel auch ihre eigene Sprache, die zu den Volta-Kongo-Sprachen zählt.
Vor allem in Abidjan spricht man auch Nouchi. Das ist eine Kreolsprache, die auf dem Französischen basiert.











