Gabun
Wirtschaft in Gabun
Anfang der 1970er Jahre entdeckte man vor der Küste von Gabun Erdöl. Es brachte dem Land ein hohes Wirtschaftswachstum und eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen im Afrika südlich der Sahara. Doch leider sind es wie in anderen Ländern nur wenige Menschen in Gabun, die vom Erdöl reich wurden.
Viele Einwohner sind darum dennoch arm. 30 Prozent der Bevölkerung von Gabun gelten als arm und leben unter der Armutsgrenze. Der ehemalige Präsident Gabuns, Ali Bongo, galt hingegen als einer der reichsten Menschen der Welt. Auch die Arbeitslosigkeit ist mit rund 20 Prozent hoch. Unter den jungen Menschen sind sogar 36 von 100 ohne Arbeit.
Erdöl, Manganerz und Holz aus Gabun
Vor der Entdeckung des Erdöls waren Holz und Mangan die wichtigsten Ausfuhrprodukte. Heute nehmen sie nach dem Erdöl aber immer noch eine wichtige Stellung ein. Gabun war 2025 der zweitgrößte Förderer der Welt von Manganerz. Gefördert werden in Gabun auch Uran, Eisenerz und Gold.
Bei Holz aus Gabun nimmt das Edelholz Okoumé (auch Gabun-Mahagoni genannt) eine herausragende Stellung ein: 90 Prozent des von hier exportierten Holzes ist Okoumé. Der Baum, der wissenschaftlich Aucoumea klaineana heißt, ist sogar im Wappen von Gabun abgebildet. Er wächst natürlich in Gabun, wird aber auch extra angebaut. Das Holz aus Gabun wird vor allem zu Furnier verarbeitet, das heißt zu dünnen Holzblättern.
Rohöl sorgt für 66 Prozent der Einnahmen im Export, Manganerz für 20 Prozent, Holz für rund 5 Prozent. Der wichtigste Handelspartner ist China.
Landwirtschaft in Gabun
Landwirtschaft wird in Gabun vor allem für den eigenen Verbrauch betrieben. Kaffee, Kakao, Kautschuk und Palmöl werden in geringem Maß auch exportiert. Vom Zuckerrohr bleibt der größte Teil im eigenen Land. Maniok, Süßkartoffeln, Kochbananen und Yams werden für den Eigenbedarf angebaut. Hühner, Schweine, Schafe, Ziegen und Rinder werden gehalten.
Die Landwirtschaft erwirtschaftet für das Land insgesamt nur etwa 6 Prozent, während rund 30 Prozent der Bevölkerung in diesem Bereich arbeiten. Auf nur etwa 8 Prozent der Landesfläche wird überhaupt Landwirtschaft betrieben - der Rest ist von Regenwald bedeckt (→ Natur). Darum müssen zusätzlich Lebensmittel importiert werden.
Die Industrie hingegen erwirtschaftet rund 54 Prozent. Die meisten Fabriken befinden sich in und um Libreville und Port-Gentil. Verarbeitet werden vor allem Erdöl und Holz, außerdem werden Kleidung, Schiffe, Zement und Chemikalien hergestellt.
