Kongo, Republik - Leute
Einwohner der Republik Kongo - Kongolesen
In der Republik Kongo leben 6,5 Millionen Einwohner. Die meisten der Kongolesen leben im Süden und Südosten des Landes. In den beiden Städten Brazzaville und Pointe-Noire wohnen zusammen rund die Hälfte der Einwohner. Nicht zu verwechslen ist die Republik Kongo mit der DR Kongo, ihrem Nachbarland! Auch dort wohnen Kongolesen.
98 Prozent der Einwohner gehören einem Bantuvolk an. Das größte dieser Bantuvölker ist in der Republik Kongo das Volk der Bakongo (rund 40 Prozent). Die Bakongo sind die Nachfahren der Einwohner des Königreichs Kongo. Sie leben vor allem an der Küste der Republik Kongo, wo sich ihr Siedlungsgebiet bis nach Angola zieht. Es gibt mehrere Untergruppen wie die Lari oder Vili.
Etwa 18 Prozent der Bevölkerung sind Batéké, 12 Prozent sind Mboschi und 11 Prozent Kuyu. Sie sind alle Bantuvölker.
Die ursprüngliche Bevölkerung im Kongo waren Pygmäenvölker. Heute machen sie nur noch etwa ein Prozent der Bevölkerung aus. Eine weitere Minderheit sind Europäer.
Die Bevölkerung der Republik Kongo wächst jährlich um 2,4 Prozent. Jede Frau bekommt im Durchschnitt 4,2 Kinder. Dadurch ist die Bevölkerung im Kongo sehr jung. 69 von 100 Einwohnern leben in einer Stadt. Die meisten Kongolesen wohnen im Süden des Landes.
Religion der Republik Kongo
87 Prozent der Kongolesen in der Republik Kongo sind Christen.
Die Mehrheit unter den Christen sind Protestanten mit 56 Prozent. Dazu gehören auch die Erweckungsbewegungen an. Das sind christliche Kirchen, die Wert legen auf die Bekehrung des Einzelnen und eine besonders christliche Lebensweise. Es gibt auch ein paar Kimbaguisten (0,7 Prozent), die im Nachbarland DR Kongo häufiger (10 Prozent) vertreten sind.
24,4 Prozent sind Katholiken.
2,7 Prozent sind Muslime.
Welche Sprache spricht man in der Republik Kongo?
Die Amtssprache in der Republik Kongo ist Französisch. Das ist ein Erbe aus der Kolonialzeit, als die Republik Kongo französische Kolonie war. So wird Französisch in der Verwaltung genutzt oder man findet es auf Straßenschildern. Es ist auch die Sprache im Schulunterricht.
Zur Verständigung nutzen die Einwohner aber vor allem Lingála und Kituba. Beide sind als Nationalsprachen anerkannt.
Lingála war ursprünglich die Sprache des Volkes der Bangala, das im Gebiet zwischen den Flüssen Kongo und Ubangi lebte. Es wird vor allem im Norden der Republik Kongo gesprochen.
Kituba ist eine Kreolsprache, die auf der Bantusprache Kikongo basiert. Sie wird mehr im Süden des Landes gesprochen.
Hinzu kommen die Sprachen der einzelnen Völker, etwa Kikongo, Mbosi, Teke oder Koyo. Insgesamt werden 62 Sprachen in der Republik Kongo gesprochen.
