Liberia - Die Kinder von Liberia
Wie geht es den Kindern in Liberia?
Vielen Kindern in Liberia geht es nicht so gut wie dir. Sie sind arm, müssen hungern, werden krank oder müssen arbeiten. Viele gehen nicht in die Schule und haben daher keine Chance auf Bildung.
Armut in Liberia
Mindestens 33 Prozent der Bevölkerung in Liberia lebt unter der Armutsgrenze und besitzt weniger als 3 Dollar pro Tag zum Leben. Das ist auch für Westafrika ein sehr hoher Wert. Viele Menschen haben nicht genug zu essen.
Kranke Kinder
In Liberia sterben 30 von 1000 Neugeborenen, von 1000 Einjährigen sogar 55 und von 1000 Fünfjährigen 73! Das hat viele Gründe: Nicht alle haben sauberes Trinkwasser und werden dann krank. Besonders viele Kinder sterben an Durchfall. Es gibt außerdem Krankheiten wie insbesondere Malaria, an denen Kinder sterben.
Kinderarbeit in Liberia
28 Prozent der Kinder in Liberia arbeiten. Die Zahlen sind zuletzt wieder gestiegen. Der größte Teil der Kinder arbeitet in der Landwirtschaft, entweder auf den Feldern der Eltern oder auf Gummibaumfeldern.
Andere Kinder verrichten Hausarbeiten, verkaufen Waren auf der Straße oder reparieren Motorräder. Einige sind auch in Gold- oder Diamantminen tätig oder zerkleinern Steine in Steinbrüchen. Die werden dann für den Hausbau genutzt.
Andere Kinder werden von Liberia nach Sierra Leone, Guinea, Nigeria oder in die Elfenbeinküste verkauft und dort zu Sklavenarbeit gezwungen.
Straßenkinder in Liberia
Es gibt auch Kinder, die auf der Straße leben. Auch sie betteln oder stehlen oder sammeln Müll. Viele von ihnen sind Waisen und haben ein oder beide Elternteile verloren. In Liberia gibt es auch viele Waisen und Halbwaisen. Einige von ihnen haben ihre Eltern durch AIDS verloren. 2014 haben viele Kinder ihre Eltern durch Ebola verloren.
Jung heiraten: Kinderehe in Liberia
Ein weiteres Problem ist, dass vor allem Mädchen schon verheiratet sind, ehe sie 18 Jahre alt sind. In Liberia betrifft das 25 von 100 Mädchen. Das nennt man Kinderehen. Es gibt sogar Mädchen, die jünger sind als 15 Jahre und schon verheiratet sind. Das betrifft 6 Prozent der Mädchen. Oft bekommen diese Mädchen dann schon selbst Kinder.
Auch wenn sich die Lage gebessert hat - 1995 war noch fast die Hälfte aller Mädchen so früh verheiratet - es ist immer noch zu viel.
