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Menschen in Sambia

In Sambia leben heute rund 22 Millionen Menschen. Frauen in Sambia bekommen im Durchschnitt etwa 4 Kinder pro Frau, was als hohe Geburtenrate gilt. Im Vergleich dazu ist die Kindersterblichkeit noch relativ hoch: Von 1 000 lebend geborenen Babys sterben etwa 36 Kinder vor dem ersten Geburtstag und etwa 49 Kinder bis zum fünften Lebensjahr. 

Die Lebenserwartung der Menschen in Sambia liegt heute bei etwa 67 Jahren, deutlich höher als in früheren Jahrzehnten.  Ein großer Teil der Bevölkerung ist sehr jung: rund 42 Prozent sind unter 15 Jahren alt. Gleichzeitig sind nur wenige Menschen über 65 Jahre alt. Auch in Sambia ist HIV/Aids ein relevantes Thema. Die Krankheit hat die Gesundheit vieler Menschen beeinflusst, aber die Infektionsraten sind in den letzten Jahren etwas gesunken, und es gibt Programme zur Behandlung und Prävention.  

Bemba, Tonga und viele mehr

Die meisten Sambier gehören zu einem Volk der Bantu. Hier gibt es viele verschiedene Gruppen, insgesamt 73. Die größte Gruppe sind die Bemba. 21 von 100 Sambiern zählen dazu. 13 von 100 sind Tonga. Chewa leben im Osten des Landes. Lozi (oder Rotse) und Nsenga sind die beiden nächstgrößeren Gruppen. Sie leben beide im Süden von Sambia. Viele weitere Volksgruppen leben im Land. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung stammt von Menschen aus Europa oder Indien, etwa rund 1 % aller Sambier gehören zu solchen Minderheiten.

Woran glaubt man in Sambia?

Fast alle Sambier gehören dem christlichen Glauben an. Etwa 95 von 100 Menschen in Sambia sind Christen, wobei der größte Teil Protestanten sind und ein bedeutender Teil katholisch ist. 

Daneben gibt es auch kleine Gruppen anderer Religionen, zum Beispiel Muslim*innen oder Menschen mit anderen Glaubensrichtungen, doch ihr Anteil ist gering. Viele Sambier verbinden ihren christlichen Glauben mit alten, traditionellen Glaubensformen, wie der Verehrung von Ahnen oder Naturgeistern. 

So gibt es zum Beispiel im Osten des Landes unter dem Volk der Tumbuka traditionelle Rituale und Glaubensvorstellungen, etwa im Zusammenhang mit Ahnen, Geistern oder besonderen Zeremonien, die oft zusammen mit dem christlichen Glauben weiter gepflegt werden.

Was spricht man denn in Sambia?

Die Amtssprache von Sambia ist Englisch. Das ist ein Erbe aus der Kolonialzeit, als die Briten hier herrschten. In der Verwaltung, in den Schulen und im Fernsehen und Radio wird Englisch gesprochen. Auch in den größeren Städten beherrschen viele Menschen die englische Sprache.

Je weiter du allerdings auf das Land gehst, desto weniger Leute werden fließend Englisch sprechen. Hier sprechen die Bantuvölker jeweils die Sprache ihrer Volksgruppe. Bemba und Nyanja sind die verbreitetsten Sprachen. Insgesamt werden in Sambia etwa 42 Sprachen gesprochen, die zu den Bantu‑Sprachfamilien gehören.

letzte Aktualisierung am 20.03.2026