Vietnams Flagge Vietnam

Typisch Vietnam: Lächeln und Höflichkeit

In Asien lächeln die Menschen mehr als bei uns, das gilt auch für Vietnam. Ob die Vietnamesen wirklich glücklicher sind, wissen wir nicht. Doch nicht immer bedeutet ein Lächeln Zustimmung. Vietnamesen lächeln auch mal, wenn sie eigentlich etwas nicht so gut finden. Sie wollen aber einfach freundlich bleiben. Manchmal wird auch gelächelt, weil man verlegen ist oder irgendetwas nicht verstanden hat oder einfach auf keinen Streit aus ist und das durch ein nettes Lächeln zeigt.

Das zeigt, wie wichtig Respekt und Harmonie im Alltag in Vietnam sind.

Wusstest du?

Das vietnamesische Neujahrsfest Tet fällt oft mit dem chinesischen Neujahr zusammen. Weil beide Feste nach dem Mondkalender berechnet werden, können sie jedes Jahr auf ein anderes Datum fallen.

Das wichtigste Fest: Neujahr in Vietnam

Der wichtigste Feiertag in Vietnam ist das vietnamesische Neujahrsfest, das auch Tet-Fest genannt wird. Anders als bei uns hat das Neujahr kein festes Datum. Es richtet sich nach dem Mondkalender und findet meist zwischen Ende Januar und Mitte Februar statt.

Vorbereitung auf das Tet-Fest

Vor dem Neujahrsfest gibt es viel zu tun. Viele Familien:

  • kaufen große Mengen Lebensmittel ein
  • putzen ihre Häuser gründlich
  • bezahlen offene Rechnungen

So soll das neue Jahr gut beginnen. In den Städten herrscht in dieser Zeit oft großer Trubel, weil alle einkaufen und sich vorbereiten.

Das Fest mit der Familie

Das Tet-Fest wird vor allem im Familienkreis gefeiert. Viele Menschen reisen dafür zurück in ihre Heimatorte. Während der Feiertage bleiben oft sogar Geschäfte für mehrere Tage oder bis zu zwei Wochen geschlossen. Das Fest ist für die Vietnamesen ungefähr so wichtig wie Weihnachten bei uns.

Feste in Vietnam

BesonderheitBedeutung in Vietnam
LächelnZeichen von Höflichkeit und Harmonie
Tet-Festwichtigster Feiertag im Jahr
VorbereitungenEinkaufen, Putzen, Rechnungen bezahlen
Feierim Kreis der Familie

Typisch Vietnam? Wir sprechen Deutsch!

Deutsch ist nicht unbedingt die nächstliegende Fremdsprache, die an vietnamesischen Schulen normalerweise unterrichtet wird. Doch triffst du vor allem in den Großstädten auf Menschen, die Deutsch verstehen und sprechen. Warum ist das so?

Vietnam war und ist ein sozialistischer Staat. Und in den 1980er Jahren gab es ja noch zwei deutsche Staaten, die DDR und die Bundesrepublik. Und die DDR war auch ein sozialistischer Staat und suchte nach verbündeten Freundesstaaten. Und ein solcher Staat war Vietnam. So kamen vor allem in den 1980er Jahren viele Vietnamesen in die ehemalige DDR, um dort zu arbeiten. So lernten sie auch, Deutsch zu sprechen. Meist arbeiteten sie eine gewisse Zeit dort und gingen dann in ihre Heimat zurück.

Nach der Wende änderte sich alles, denn die Arbeiter hatten meist keine Jobs mehr. Manche gingen zurück, manche wurden zu Schwarzhändlern und manche eröffneten Restaurants, kleine Läden oder den ein oder anderen Imbiss. Doch auch heute noch kommen viele Vietnamesen als Austauschstudenten nach Deutschland. Es gibt in Vietnam auch einige Schulen, an denen Deutsch unterrichtet wird.

Die korrekte Anrede ist schwierig

Ganz so einfach ist es in Vietnam nicht, jemanden, den man nicht kennt, einfach so anzureden. Oft wird man nach dem Alter gefragt oder auch, ob man verheiratet ist. Während wir im Deutschen zwischen der Höflichkeitsform "Sie" und der Freundschaftsform "Du" unterscheiden, ist das im Vietnamesischen sehr viel komplizierter. 

Das Alter bestimmt die Anredeform

Denn je nachdem, wie alt die Person ist, die anredet, und die Person, die angeredet wird, ändert sich die Anrede. Tante, Schwester, Großmutter, Nichte usw. sind dann die Anredeformen, in der vietnamesischen Übersetzung versteht sich. So kann es aber auch - sieht jemand älter oder jünger aus - durchaus mal zu einer falschen Anrede kommen. Nicht immer ist das Alter ja so einfach zu schätzen. 

Warum tragen viele Vietnamesen Mundschutz?

Wenn du durch die Straßen in Vietnam gehst, fällt dir vielleicht etwas auf: Viele Menschen tragen einen Mundschutz. Das hat mehrere Gründe. In den großen Städten gibt es viel Verkehr, vor allem durch Motorroller. Dadurch entstehen Abgase und Staub, vor denen sich viele Menschen schützen möchten. Auch bei Krankheiten oder aus Rücksicht auf andere wird der Mundschutz getragen – das ist in vielen asiatischen Ländern ganz normal. 

Ein weiterer Grund ist die Sonne. Viele Vietnamesinnen und Vietnamesen möchten ihre Haut vor starker Sonneneinstrahlung schützen. Deshalb tragen sie neben dem Mundschutz oft auch Hüte, Handschuhe oder lange Kleidung.

Schönheitsideal in Vietnam

In Vietnam gilt helle Haut oft als besonders schön. Das ist anders als bei uns, wo viele Menschen gerne gebräunt sind. Deshalb gibt es in Geschäften häufig Hautcremes mit aufhellender Wirkung. Sie sollen die Haut vor der Sonne schützen oder sie heller erscheinen lassen.

Kleidung und Aussehen in Vietnam

Da in Vietnam viele Menschen darauf achten, sich vor der Sonne zu schützen, tragen sie oft lange Kleidung, Hüte oder sogar Handschuhe – auch wenn es sehr warm ist. Besonders in den Städten sieht man viele Menschen mit Jacken oder langen Ärmeln, selbst bei hohen Temperaturen. Das soll die Haut vor der Sonne schützen.

Traditionelle Kleidung: das Ao Dai

Neben moderner Kleidung gibt es auch eine traditionelle Tracht, die Ao Dai genannt wird. Dieses lange, elegante Kleid wird vor allem zu besonderen Anlässen getragen, zum Beispiel bei Festen oder in der Schule.

Das Ao Dai besteht aus einem langen Oberteil mit Seitenschlitzen und einer weiten Hose darunter. Es ist ein wichtiges kulturelles Symbol Vietnams.

Und was ist noch typisch für Vietnam?

Folgendes kleine Video zeigt dir, was noch so alles typisch für Vietnam ist. Schau es dir einfach mal an!

letzte Aktualisierung am 25.03.2026