Papua-Neuguineas Flagge Papua-Neuguinea

Der Langschnabeligel

Der Langschnabeligel lebt vor allem in Wäldern und Bergregionen Neuguineas. Er hat einen langen, empfindlichen Schnabel, mit dem er im Boden nach Würmern und anderen kleinen Tieren sucht.

Besonders ungewöhnlich ist: Der Langschnabeligel ist ein Säugetier, legt aber Eier. Nachdem das Junge geschlüpft ist, wird es von der Mutter mit Milch ernährt. Langschnabeligel sind selten und schwer zu beobachten. Einige Arten sind bedroht, vor allem durch Jagd und den Verlust ihres Lebensraums.

Tiere wie in Australien - warum?

Die Tierwelt Neuguineas ist eng mit der Tierwelt Australiens verwandt. Der Grund liegt weit zurück: Während der letzten Eiszeit waren Australien, Neuguinea und Tasmanien Teil eines großen Landgebietes. Dieses nennt man Sahul. Als der Meeresspiegel später stieg, wurde Neuguinea von Australien getrennt.

Deshalb leben auf Neuguinea viele Tiere, die man auch aus Australien kennt oder die mit australischen Tieren verwandt sind. Dazu gehören Beuteltiere wie Baumkängurus, Kuskus, Wallabys, Beutelmarder und Beutelmäuse. Besonders spannend sind die Baumkängurus: Sie leben in den Wäldern und können gut klettern.

Auch eierlegende Säugetiere gibt es hier. Der Langschnabeligel kommt nur auf Neuguinea vor. Er gehört zu den wenigen Säugetieren der Welt, die Eier legen. Viele Arten Neuguineas sind endemisch. Das bedeutet: Sie leben nur dort und nirgendwo sonst.

Auch Warane kommen auf Neuguinea vor. Sie sind große Echsen und wirken manchmal urzeitlich. Die meisten Warane sind scheu und gehen Menschen aus dem Weg. Anfassen sollte man Wildtiere aber nie.

  • Die Kängurus in Neuguinea leben gerne auf Bäumen. [ © Dendrolagus goodfellowi looking.jpg, belgianchocolate / CC BY 2.0 ]
  • Wallabys leben eigentlich in Australien, kommen aber auch in Neuguinea vor. [ © Macropus eugenii with calf.jpg, Mathae / CC BY 2.5 ]
  • Auch Warane können für den Menschen gefährlich sein. Man sollte sich ihnen am besten nicht nähern. [ © Quelle: pixabay.com ]
  • Krontauben erkennst du an den lustigen Hauben, die sie auf dem Kopf tragen. Sie leben auf dem Boden, brüten ihre Eier aber in Bäumen aus. [ © Quelle: pixabay.com ]
  • Hier siehst du einen Babykasuar, der schon noch ein ganzes Stück wachsen wird. [ © Quelle: pixabay.com ]

Vielfalt der Vogelwelt

Paradiesvögel auf Papua-Neuguinea

Papua-Neuguinea ist besonders bekannt für seine Vögel. Am berühmtesten sind die Paradiesvögel. Viele Arten leben auf Neuguinea, einige davon nur in Papua-Neuguinea. Ein Paradiesvogel ist sogar auf der Flagge und im Wappen des Landes zu sehen.

Nicht alle Paradiesvögel sind vom Aussterben bedroht. Einige Arten gelten aber als gefährdet, weil ihre Lebensräume zerstört werden oder weil sie wegen ihrer schönen Federn gejagt wurden. Besonders wichtig ist deshalb der Schutz der Regenwälder.

Laubenvögel

Mit den Paradiesvögeln verwandt sind die Laubenvögel. Ihre Männchen bauen kunstvolle Lauben und schmücken sie, um Weibchen zu beeindrucken.

Auch Kasuare leben in Papua-Neuguinea. Sie gehören zu den großen Laufvögeln und können nicht fliegen. Dafür sind sie kräftig und schnell. Sie spielen eine wichtige Rolle im Regenwald, weil sie Früchte fressen und die Samen weiterverbreiten.

Krontauben gehören zu den größten Tauben der Welt. Du erkennst sie an ihrer auffälligen Haube auf dem Kopf. Sie leben meist am Boden, bauen ihre Nester aber in Bäumen.

letzte Aktualisierung am 30.06.2026