Deutschland - Brandenburgs Flagge Deutschland - Brandenburg

Inhalt Natur & Naturschutz:

Seite 1Natur & Naturschutz  Du bist hier!
Seite 2Nationalpark Unteres Odertal
Seite 3Die drei Biosphärenreservate
Seite 4Tiere - Säugetiere
Seite 5Amphibien & Reptilien & Vögel 
Seite 6Tiere - Insekten
Seite 7Pflanzen

Naturschutzgebiete Brandenburg

Brandenburg gehört zu den naturreichen Bundesländern Deutschlands. Wälder, Seen, Flüsse, Moore, Feuchtwiesen und trockene Heidelandschaften bieten vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Einige dieser Lebensräume sind selten geworden und müssen besonders geschützt werden.

Große Teile Brandenburgs stehen deshalb unter Naturschutz. Es gibt Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete sowie große geschützte Landschaften wie Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks. Sie sollen seltene Arten bewahren, natürliche Lebensräume schützen und dafür sorgen, dass Menschen die Natur möglichst schonend nutzen.

Naturschutzgebiete in Brandenburg

Schutz oder LandschaftAnzahl oder Anteil
Naturschutzgebiete479 Gebiete, rund 8,2 Prozent der Landesfläche
Landschaftsschutzgebiete111 Gebiete, rund 34 Prozent der Landesfläche
Nationale Naturlandschaften15 Großschutzgebiete
Waldrund 37 Prozent der Landesfläche

Zu den 15 Nationalen Naturlandschaften gehören der Nationalpark Unteres Odertal, drei Biosphärenreservate und elf Naturparks. 

Zusammen nehmen sie ungefähr ein Drittel der Landesfläche ein. Naturschutzgebiete bedecken rund 8,2 Prozent, Landschaftsschutzgebiete etwa 34 Prozent der Landesfläche. Dabei können sich verschiedene Schutzgebiete überschneiden. Die Prozentwerte dürfen deshalb nicht einfach zusammengerechnet werden. Auch die Wälder sind für den Naturschutz wichtig. Rund 1,1 Millionen Hektar und damit etwa 37 Prozent Brandenburgs sind bewaldet. Viele Wälder bestehen allerdings noch überwiegend aus Kiefern. Mischwälder mit verschiedenen Baumarten kommen meist besser mit Trockenheit, Schädlingen und dem Klimawandel zurecht.

Wie groß ist das?

  • 10.300 Hektar sind etwa 14.400 Fußballfelder groß.
  • 17.800 Hektar entsprechen etwa 24.000 Fußballfeldern – das ist fast so viel wie die gesamte Fläche von Liechtenstein!

Nationalpark Unteres Odertal

Der Nationalpark Unteres Odertal ist der einzige Nationalpark in Brandenburg und und Deutschlands einziger Flussauen-Nationalpark. Er liegt direkt an der Grenze zu Polen und umfasst rund 10.300 Hektar auf deutscher Seite. Zusätzlich gibt es rund 17.800 Hektar Landschaftsschutzgebiet. Das Herzstück des Nationalparks ist die Auenlandschaft. Große Wiesenflächen werden regelmäßig vom Wasser der Oder überflutet. Auwälder, Feuchtwiesen, Gewässer und trockene Hänge bieten vielen seltenen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum.

Hier kannst du beobachten, wie sich eine Landschaft ohne menschliche Eingriffe entwickelt. Auwälder, Feuchtwiesen und Wasserflächen bieten vielen Tieren und Pflanzen einen besonderen Lebensraum.

Die drei UNESCO-Biosphärenreservate in Brandenburg

Was ist ein Biosphärenreservat genau?

Der Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. "Biosphäre" bedeutet Lebensraum und "Reservat" stammt vom lateinischen Wort "reservare", was so viel wie "bewahren oder erhalten" bedeutet. Das heißt im Ergebnis, dass es in erster Linie darum geht, Lebensräume zu bewahren. und zu schützen.  Seit 1976 zeichnet die UNESCO, das ist die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation) weltweit solche Kulturlandschaften aus, die bestimmte Regel einhalten. 

15 Biosphärenreservate gibt es in Deutschland und in Brandenburg allein liegen immerhin schon drei. 

  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg (ca. 533 km² ≈ 74.000 Fußballfelder)
  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (ca. 1291 km² ≈ 180.000 Fußballfelder)
  • Biosphärenreservat Spreewald (ca. 474 km² ≈ 66.000 Fußballfelder)

Mehr darüber erfährst du auf einer eigenen Seite auf der Kinderweltreise: Die drei Biosphärenreservate in Brandenburg.

Waldbrandgefahr in Brandenburg

Hauptursache: Trockene Kiefernwälder auf sandigem Boden
Gefahr steigt durch: Klimawandel und Trockenperioden
Schutzmaßnahmen: Feuerstreifen, Drohnenüberwachung, Feuerwehreinsatztruppen
Ziel: Mehr Mischwälder und Frühwarnsysteme

Wälder und Waldbrände in Brandenburg

Etwa 37 Prozent der Fläche Brandenburgs sind mit Wald bedeckt. Damit gehört Brandenburg zu den waldreichsten Bundesländern Deutschlands. Besonders häufig ist die Kiefer: Rund 69 Prozent der Waldfläche werden von Kiefern geprägt. Eichen und Buchen kommen deutlich seltener vor.

Viele Kiefern wurden in der Vergangenheit in großen, gleichförmigen Beständen angepflanzt. Solche Wälder sind anfälliger für Schädlinge, Trockenheit und Brände als naturnahe Mischwälder. Deshalb werden die Wälder nach und nach umgebaut. Zwischen den Kiefern sollen mehr Laubbäume wie Eichen, Buchen oder Ahorn wachsen. Teilweise werden sie gepflanzt oder ausgesät, teilweise wachsen sie auf natürliche Weise nach. Mischwälder sind meist widerstandsfähiger und können sich besser an den Klimawandel anpassen.

Warum gibt es in Brandenburg so viele Waldbrände?

Brandenburg gehört zu den am stärksten durch Waldbrände gefährdeten Regionen Deutschlands. Dafür gibt es mehrere Gründe. Viele Wälder bestehen überwiegend aus Kiefern. Ihre trockenen Nadeln und Äste können sich leicht entzünden. Außerdem sind die Böden häufig sandig und können nur wenig Wasser speichern. Längere Trockenperioden und hohe Temperaturen erhöhen die Waldbrandgefahr zusätzlich.

Die meisten Waldbrände entstehen jedoch nicht von selbst, sondern werden durch Menschen verursacht – zum Beispiel durch weggeworfene Zigaretten, Feuer oder Funken von Maschinen und Fahrzeugen.

Damit Brände möglichst früh entdeckt und schnell gelöscht werden, werden die Wälder überwacht. Außerdem gibt es Waldwege, Schutzstreifen und Löschwasserstellen. Feuerwehren und Forstbetriebe arbeiten eng zusammen. Besonders wichtig ist jedoch, dass Besucherinnen und Besucher im Wald vorsichtig sind und die Waldbrandwarnstufen beachten.

1 2 3 4 5 6 7
letzte Aktualisierung am 08.07.2026