Kroatiens Flagge Kroatien - Roma

Probleme der Roma und der Kinder der Roma

Wie viele Roma genau in Kroatien leben, lässt sich schwer sagen. Nicht alle geben bei Volkszählungen ihre Zugehörigkeit zur Roma-Minderheit an. Größere Roma-Gemeinschaften leben unter anderem im Norden und Nordosten Kroatiens sowie in Zagreb.

Viele Roma leben heute unter schwierigeren Bedingungen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Manche Familien wohnen in Siedlungen mit schlechter Infrastruktur. 2024 lebten noch viele Roma in überfüllten Wohnungen, und ein Teil der Haushalte hatte keinen Wasseranschluss in der Wohnung. Gleichzeitig hat sich die Wohnsituation im Vergleich zu früher in einigen Bereichen verbessert. Kroatien fördert deshalb weiterhin den Ausbau von Straßen, Wasserleitungen und anderer Infrastruktur in Roma-Siedlungen.

Wie leben und lernen Roma-Kinder?

Auch beim Zugang zu Bildung gibt es noch Unterschiede. Viele Roma-Kinder besuchen heute eine Grundschule, doch mit zunehmendem Alter verlassen mehr Jugendliche die Schule vorzeitig. Besonders der Übergang auf eine weiterführende Schule bleibt schwierig.

Ein Problem kann auch die Sprache sein. Manche Kinder wachsen vor allem mit Romani - das ist die Sprache der Roma - auf und lernen Kroatisch erst später. Deshalb gibt es zusätzliche Sprachförderung und Unterstützungsangebote. Das kroatische Bildungsministerium erfasst inzwischen regelmäßig, wie viele Roma-Kinder Vorschule, Grundschule und weiterführende Schulen besuchen.

Trotzdem gibt es weiterhin Benachteiligungen. An einzelnen Schulen lernen Roma-Kinder noch immer in Klassen, in denen fast nur Roma unterrichtet werden. Kroatien versucht deshalb, solche Trennungen abzubauen und mehr gemischte Klassen zu schaffen.

Auch Vorurteile und Diskriminierung können den Alltag der Kinder erschweren. Ziel der aktuellen Programme ist deshalb, Roma-Kindern bessere Chancen in Schule, Ausbildung und später im Beruf zu ermöglichen.

letzte Aktualisierung am 22.09.2026