Peru
Isolierte Völker
Völker ohne Kontakt zur Außenwelt gibt es einige in Südamerika. In Peru leben allein 15 solcher "nicht-kontaktierten" isolierten Völker. Man hat ihnen zugesichert, dass sie weiter so leben dürfen. Würden Menschen zu ihnen kommen, könnten sie zum Beispiel, wie viele ihrer Vorfahren im 16. Jahrhundert, an Grippe sterben, weil sie keine Abwehr gegen solche Krankheiten entwickelt haben. In den 1990er Jahren starb die Hälfte des Stammes Murunahua nach Kontakt mit illegal arbeitenden Holzfällern. Es gibt nun Unternehmen, die in ihren Gebieten zum Beispiel nach Öl bohren wollen. Das ist eine Gefahr für die Umwelt und auch für das Leben der Menschen hier. Sie klagen dagegen.
Einwohner von Peru
Mehr als 34 Millionen Menschen sind Einwohner von Peru. Zusammen mit Guatemala und Bolivien ist Peru eines der Länder mit dem höchsten Anteil indigener Bevölkerung. Die indigenen Völker sind die Nachfahren der Ureinwohner Perus.
Man schätzt den Anteil der Indios an der gesamten Bevölkerung auf 31 bis 45 Prozent. Sie verteilen sich auf mehr als 60 Volksgruppen. Im Regenwald an der Grenze zu Ecuador leben etwa 15 Gruppen von nicht-kontaktierten indigenen Völkern (isolierte Völker).
Mehr als 3 Millionen der Indigenen in Peru gehören einem Volk der Quechua an. Die meisten von ihnen leben in den Anden, nur die Llacuash sind im Regenwald zu Hause.
Mit rund 400.000 Personen bilden die Aymara die zweitgrößte Gruppe der indigenen Völker. Die Aymara leben auf dem Altiplano (Hochebene) im Süden Perus.
Wer lebt noch in Peru?
Die drittgrößte Gruppe der indigenen Völker in Peru sind die Ashaninka (etwa 60.000 bis 90.000). Sie sprechen mit neun weiteren peruanischen Ethnien eine Arawak-Sprache und leben im Regenwald.
Ähnlich groß ist der Anteil der Einwohner Perus an gemeinsamen Nachfahren von Weißen und Indios. Die Angaben schwanken zwischen 37 und 44 Prozent. 15 Prozent sind Weiße, meistens Nachfahren von Spaniern, aber auch aus anderen europäischen Ländern.
Etwa 4 Prozent haben schwarze Vorfahren, die Afro-Peruaner. Ihre Vorfahren kamen ab dem 16. Jahrhundert als Sklaven hierher. Und rund 3 Prozent sind asiatischer Herkunft, meist aus Japan oder China.
Bevölkerung von Peru in Zahlen!
Die Zahl der Einwohner von Peru beträgt 34,3 Millionen. Jedes Jahr wächst die Bevölkerung von Peru, und zwar um 1,1 Prozent. Etwa die Hälfte der Menschen lebt in der Küstenregion, 38 Prozent in den Bergen und nur 9 Prozent im Regenwald des Ostens.
79 Prozent der Peruaner leben in der Stadt. Viele ziehen vom Land in die Stadt (Landflucht). In der Hauptstadt Lima und ihrer Umgebung wohnt inzwischen etwa ein Viertel der gesamten Bevölkerung.
Die meisten Städte in Peru liegen an der Küste, einige auch in den Anden. Die größte Stadt ist Lima an der Küste, die zweitgrößte Stadt ist Arequipa in den Anden. Dann folgen Trujillo, Chiclayo und Piura, die alle an der nördlichen Küste liegen.
Ausgewandert aus Peru
Mehr als zwei Millionen Peruaner sind allein in den letzten 20 Jahren ausgewandert. Sie leben vor allem in den USA, aber auch in Spanien, Argentinien, Italien, Chile und Japan. Sie sind in der Hoffnung auf bessere Lebensverhältnisse ausgewandert. Jedes Jahr zieht es nach wie vor mehr als 200.000 Peruaner ins Ausland.
Menschen aus Peru
Video: Menschen aus Peru
In diesem Video siehst du viele Menschen, die in Peru leben.







