Perus Flagge Peru

Perus Wirtschaft: Bodenschätze

Die Wirtschaft von Peru ist abhängig von den reichen Bodenschätzen des Landes. Vor allem Silber, Gold, Zink und Kupfer lagern in Perus Erde. Ihr Verkauf in andere Länder (Export) bringt die größten Erlöse für die Wirtschaft, angeführt von Gold und Kupfer. Peru ist weltweit der drittgrößte Förderer von Kupfer, der drittgrößte Förderer von Silber und der zehnt- bis elftgrößte Förder von Gold. Abgebaut werden auch Zinn, Blei und Eisenerz.

Die industrielle Aufbereitung der Bodenschätze stellt einen wichtigen Industriezweig dar. Ihr weltweiter Export bringt Peru die höchsten Deviseneinnahmen. Damit ist die Wirtschaft aber auch abhängig von den Weltmarktpreisen. Sinken die Preise, sinken auch die Einnahmen. Bergbau führt leider aber auch immer wieder zu Umweltproblemen, etwa wenn zuvor unberührtes Gebiet abgeholzt wird oder wenn Chemikalien den Boden belasten.
 

Fischerei in Peru

Fischfang ist auch sehr bedeutsam für die Wirtschaft in Peru. Nach dem Bergbau ist er die zweite Haupteinnahmequelle. Vor allem die Produktion von Fischmehl und Fischöl hat große Bedeutung, aber auch Frischfisch und Fischkonserven werden produziert.

Ein Problem stellt die Überfischung der an sich äußerst fischreichen Gewässer des kalten und sauerstoffreichen Humboldtstroms dar, vor allem wenn als Folge von El Niño eine von Ecuador kommende südlich gerichtete Warmwasserströmung ein Abdrängen des Humboldtstroms bewirkt. Die riesigen Anchovis-Schwärme bleiben dann aus. Anchovis sind eine Sardellenart, aus der das für die Futtermittelindustrie wichtige Fischmehl gewonnen wird.

Landwirtschaft in Peru

Die Landwirtschaft in Peru trägt jedes Jahr 6 bis 8 Prozent zur Wirtschaftsleistung (BIP) des Landes bei. Es arbeiten allerdings 24 Prozent der Menschen in diesem Bereich. Ins Ausland verkauft werden Kaffee, aber auch Spargel oder Weintrauben, die nicht traditionell angebaut wurden. Für Kaffee ist Peru der siebtgrößte Produzent, für Quinoa der größte, für Spargel der zweitgrößte (nach China).

Weitere Exportprodukte sind Mangos und Avocados. Reis und Zuckerrohr werden an der nördlichen Küste angebaut, wo sie auf großen Flächen künstlich bewässert werden. Angebaut werden auch Kakao, Baumwolle, Kartoffeln, Kochbananen, Ananas, Zitronen, Orangen, Guaven und Tomaten.
 

Industrie in Peru

32 bis 36 Prozent erwirtschaftet die Industrie von Peru jedes Jahr. Neben dem Bergbau und der Verarbeitung von Erzen werden auch Fische, Kleidung, Nahrungsmittel, Getränke und chemische Produkte wie Düngemittel oder Kunstfasern in Fabrken verarbeitet oder hergestellt.

Erdöl und Erdgas werden ebenfalls gefördert und raffiniert. Sie spielen für den Export keine große Rolle, werden aber im Land selbst gebraucht und genutzt. Wolle, Baumwolle und Jute werden vor allem von Kleinbetrieben verarbeitet.

Tourismus in Peru

Um die 60 Prozent des BIP erbringen die Dienstleistungen und hier arbeiten auch etwa so viele Menschen. Vor allem der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Peru. Die alte Inkastadt Machu Picchu ist eines der bedeutendsten Ziele für Touristen in Südamerika. Mehr als 3 Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Peru. Stromerzeugung ist ein weiterer wichtiger Bereich.

letzte Aktualisierung am 01.04.2026