Surinames Flagge Suriname

Wirtschaft von Suriname

Die Wirtschaft von Suriname ist bis 2014 gewachsen und wurde mit guten Aussichten eingestuft. Danach allerdings schrumpfte die Wirtschaft und die Staatsverschuldung wuchs stark. Seit 2022 ist das BIP wieder im Plus, jährlich um 2,5 bis 3 Prozent. Die Inflation ist allerdings auch meistens sehr hoch. Sie betrug 2022 52 Prozent, 2024 16 Prozent. 

Ein wertvoller Bodenschatz, das Bauxit, aus dem man Aluminium herstellt, wurde ab 2015 nicht mehr abgebaut. Durch einen Investor aus China soll der Abbau aber nun wieder beginnen. 2024 wurde ein Abkommen unterzeichnet. Dagegen gibt es Proteste von indigenen Gemeinschaften.

Gold und Erdöl sind für die Wirtschaft besonders wichtig. Diese Rohstoffe erwirtschaften einen Großteil der Einnahmen aus dem Export, dem Verkauf ins Ausland. Dadurch ist die Wirtschaft allerdings auch stark abhängig von den Preisen auf dem Weltmarkt für diese Bodenschätze.
 

Landwirtschaft in Suriname

7 bis 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts stammen in Suriname aus der Landwirtschaft, in der auch nur 7 Prozent der Bevölkerung arbeiten.

Angebaut werden vor allem Reis, Bananen und Zitrusfrüchte sowie Palmkernöl, Kokosnüsse und Erdnüsse. Die Anbaugebiete befinden sich in der fruchtbaren Küstenebene.

Gold und Erdöl - die wichtigsten Bodenschätze von Suriname

Die Industrie trägt mit rund 40 Prozent zur Wirtschaft von Suriname bei. Etwa 26 Prozent der Einwohner arbeiten in diesem Bereich, vor allem im Bergbau. Am wichtigsten sind der Abbau von Erdöl und Gold

Die größte Goldmine ist die Rosebel-Mine im Nordosten des Landes. Eine zweite große Goldmine ist die Merian-Goldmine. Das Abbaugebiet liegt ebenfalls im Nordosten, bei der Stadt Moengo. Ein Problem sind illegale (nicht erlaubte) Minen im Regenwald, die die Umwelt zerstören. Rund 20.000 solcher kleiner illegaler Minen soll es geben.

Erdöl wird an der Küste gefördert. Es trägt allein mit 8 bis 10 Prozent zum BIP bei. Der Staatlichen Surinamischen Ölgesellschaft gehören auch die Tankstellen im Land, seit 2014 vertreibt man dort eigenes Benzin. Erdöl wird im Land raffiniert. Fabriken verarbeiten auch Holz und Fisch. Alle genannten Waren werden exportiert, ebenfalls Reis und Bananen.

Dienstleistungen in Suriname - und der Tourismus

Rund 50 Prozent erwirtschaften die Dienstleistungen. Rund 66 Prozent der Bevölkerung arbeiten hier. Zu den Dienstleistungen gehören der Handel, die Gastronomie, Energie, Finanzen und auch der Tourismus. 2017 kamen knapp 278.000 Besucher nach Suriname. In den folgenden Jahren waren es (außer im Coronajahr 2021) ähnlich viele Touristen.

letzte Aktualisierung am 04.04.2026