Algerien
Hauptstadt von Algerien
Die Hauptstadt von Algerien ist Algier. Algier liegt am Mittelmeer und ist mit rund 2,4 Millionen Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. In der gesamten Region leben sogar mehr als sechs Millionen Menschen.
Ursprünglich wurde die Stadt auf vier Inseln gegründet, die dann zum Teil des Festlands wurden. Darauf bezieht sich der Name der Stadt: al-Dschazā’ir ist Arabisch und bedeutet “Inseln”. Daraus wurde dann Algier (auf Französisch Alger, auf Englisch Algiers).
Die Altstadt (Kasbah) bildet den alten Kern der Stadt. Sie zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Burg aus dem 16. Jahrhundert, die selbst auch Kasbah genannt wird, Moscheen, Paläste und enge Gassen prägen hier das Bild. Algier wird aber auch "die Weiße" genannt, denn die weißen Häuser glänzen hell in der Sonne.
Innerhalb der Kasbah liegt die Ketschawa-Moschee, die im 17. Jahrhundert unter der osmanischen Herrschaft fertiggestellt wurde. Unter der französischen Kolonialherrschaft wurde sie zu einer katholischen Kirche und nach deren Ende dann 1962 in eine Moschee umgewandelt. So wurde sie zum Symbol für die Geschichte Algeriens. Sie vereint byzantinische und maurische Architektur.
Nicht weit von ihr entfernt Richtung Küste wurde die Neue Moschee 1660 erbaut.
Von vielen Punkten der Stadt sichtbar ist das Monument der Märtyrer (Maqam Echahid). Es wurde 1982 erbaut. Der 90 Meter hohe Bau setzt sich aus drei Palmblättern zusammen. Im Inneren brennt eine ewige Flamme. Das Monument soll an den Kampf um die Unabhängigkeit erinnern und ist den Menschen gewidmet, die als Märtyrer dafür gestorben sind.
In der Nähe des Denkmals befindet sich der Botanische Garten Hamma.
Erst 2019 fertiggestellt wurde die Große Moschee von Algier (Djamaa el Djazaïr). Sie gehört zu den größten Moscheen der Welt und besitzt das höchste Minarett der Welt.
Unten findest du weitere Fotos von Algier und den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.
Wie ist das Klima in Algerien?
Im Norden von Algerien (→ Land), wo die meisten Einwohner leben, ist das Klima mediterran, also vom Mittelmeer geprägt. Die Sommer sind heiß und trocken, die Winter mild und feucht.
In den Bergen des Tellatlas wird es kühler, je höher man kommt.
Im sich südlich anschließenden Hochland der Schotts herrscht hingegen Steppenklima. Während die Winter sehr kalt sind (im Januar liegen sie im Durchschnitt knapp über 0 Grad), erreichen die Temperaturen im August 30 Grad. Die namengebenden Schotts (Salzseen) trocknen dann oft komplett aus.
Der größte Teil des Landes liegt aber in der Sahara. Hier ist es extrem heiß und trocken. Hier herrscht Wüstenklima. Im Sommer weht der Schirokko von hier nach Norden in Richtung Mittelmeer.








