Gambia
Hauptstadt von Gambia
Die Hauptstadt von Gambia ist Banjul. Banjul liegt auf einer Insel im Atlantik. Hier mündet der Fluss Gambia ins Meer. Banjul liegt an der südlichen Mündung.
Die Insel, auf der Banjul liegt, ist eigentlich nur eine Sandbank. Sie heißt St. Mary`s Island und befindet sich zwar sehr nah am Festland und ist durch Straßen mit ihm verbunden, aber Banjul kann dadurch nicht wachsen. So ist sie mit nur 35.000 Einwohnern eine der kleineren Städte des Landes.
Die größte Stadt von Gambia ist nicht Banjul, sondern Serekunda mit etwa 415.000 Einwohnern. Serekunda liegt auch am Atlantik und ist nicht weit von Banjul entfernt, liegt aber eben auf dem Festland. Getrennt werden die beiden Städte von einem Mangrovenwald (→ Pflanzen in Gambia).
Wie hieß Banjul früher?
Banjul wurde 1816 gegründet, jedoch unter dem Namen Bathurst. Die Briten richteten hier einen Militärposten ein und nannten ihn nach Henry Bathurst, einem Sekretär des Britischen Kolonialbüros.
1973 wurde die Stadt umbenannt zu Banjul. Das bedeutet “Bambusinsel” in der Sprache der Mandinka. Denn hier wuchsen früher Bambuswälder.
Wie sieht es in Banjul aus?
Nur eine Straße führt nach Banjul. Die Stadt ist durch den Mangrovenwald mit seinen Sümpfen abgeschnitten vom Rest des Landes.
Ein Triumphbogen dient als Einfahrtstor nach Banjul. Ursprünglich hieß er Arch 22 und wurde errichtet, um an den Militärputsch vom 22. Juli 1994 zu erinnern. Weil damals aber mit Yahya Jammeh ein Mann an die Macht kam, der zahlreiche Menschenrechtsverletzungen beging, wurde der Triumphbogen umbenannt. Er heißt nun Never Again Memorial Arch (Nie-Wieder-Mahnmal-Bogen). Er soll nun an die Opfer von Jammeh erinnern.
Der Bogen ist 36 Meter hoch - und damit eines der höchsten Gebäude im ganzen Land. Banjul ist nämlich eine Stadt ohne Hochhäuser. Hoch in die Luft ragen ansonsten nur noch die Minarette der King-Fahad-Moschee.
Wie ist das Klima in Gambia?
Gambia liegt in den Tropen. Das Klima ist also tropisch. Es gibt eine Regenzeit von Juni bis Oktober. Es ist dann nicht nur feucht, sondern auch sehr warm. Die Temperaturen können im Landesinneren sogar bis 43 Grad steigen. Insgesamt fallen im Jahr zwischen 800 und 1000 Milliliter Regen.
Die Trockenzeit dauert dann von November bis Mai. Aus Nordosten bläst dann der Harmattan, ein Wind aus der Sahara, der viel Staub und Sand mit sich führt. Es ist kühler als in der Regenzeit. So ist es im Januar im Durchschnitt 27 Grad warm.
An der Küste ist es insgesamt kühler als im Landesinneren. Im Januar ist es hier im Durchschnitt 23 Grad warm, im Juni 27 Grad.


